Bayern

Hopfen, Salz und Kultur – Die Wasserradlwege in Oberbayern

Das Jahr begann schon ziemlich heftig. Der Süden Deutschlands versank im Schnee, im Rest fiel gefühlte Wochen Dauerregen. Doch jetzt werden die Tage wieder länger und wir schmieden die ersten Pläne für das Frühjahr und den Sommer. Auch eine schöne Radtour kommt da in Betracht, für alle, die mehrere Tage im Sattel sitzen wollen, haben wir die Wasserradlwege Oberbayern getestet.

Was sind die Wasserradlwege?

Dies sind drei mehrtägige Rundtouren, die vom Tourismusverband auf bereits vorhandenen Radwegen neu zusammengestellt wurden. Die komplette Beschilderung wird im Frühjahr 2019 abgeschlossen sein. Die Touren sind 260, 330 und 360 km lang, mit Querverbindungen sind es insgesamt rund 1200 km. Dabei ist es auf jeder Tour möglich, auch eine kürzere Strecke zu wählen. Gemeinsam haben alle Touren drei Gemeinsamkeiten: Sie führen durch München (man kann München aber auch immer durch Querverbindungen umgehen), es gibt viel Wasser in Form von Seen und Flüssen an der Strecke und jede Rundtour hat ein übergeordnetes Thema, dem man im Streckenverlauf immer wieder mal begegnet. So gibt es nördlich von München die Hopfen- und Bier-Schleife, südöstlich die Salz-Schleife und südwestlich der bayrischen Metropole die Kunst- und Kultur-Schleife. Alle Touren sind auch mit Fahrrädern ohne elektrische Unterstützung zu befahren, aber natürlich sind wir in Bayern, also hier und da gibt es auch mal eine Steigung.

Radeln, wo das Bier wächst

Die Hopfen- und Bier-Schleife führt von München hoch bis an die Donau bei Ingolstadt, westlich wird die Strecke durch das Städtchen Aichach, östlich von Freising begrenzt. Diese Tour ist mit 260 km die kürzeste der drei Schleifen und weist auch die geringsten Steigungen auf. Man befährt Teilabschnitte der Fernradwege Paartaltour, Donauradweg und Isarradweg, dementsprechend geht es an Paar, Donau und Isar entlang, aber man fährt auch am Olchinger See und an den Amperauen vorbei, zudem kann man im Wassersportzentrum Geisenfeld nicht nur baden, sondern auch wakeboarden (oder dabei zugucken). Kulturelle Highlights sind neben München Schloss Nymphenburg, das malerische Städtchen Neuburg an der Donau mit der bewohnten Leopoldineninsel mitten in der Donau sowie die Domstadt Freising.

Hallertau

Und dann wäre da noch das übergeordnete Thema Hopfen und Bier. Munter geht es schon in München mit zwei direkt an der Strecke liegenden Brauereien, Oktoberfestmuseum, Löwenbräukeller und Hirschgarten los, auf dem weiteren Weg gelangt man nach Altomünster mit Biermuseum und mehreren Brauereien, in Ingolstadt wurde vor mehr als 500 Jahren das Reinheitsgebot ausgerufen und im Freisinger Stadtteil Weihenstephan braut die älteste Brauerei der Welt weiterhin ihr gutes Bier. Höhepunkt ist aber die Hallertau, das größte Hopfenanbaugebiet der Welt. Wenn im Sommer der Hopfen bis zu sieben Meter hochrankt ist es schon ein besonderes Erlebnis durch die Felder zu fahren. Bei der Ernte von Ende August bis Mitte September kann man bei Hopfenerlebnisführungen dabei sein, zudem gibt es ein Hopfenmuseum und natürlich befinden sich auch direkt vor Ort Brauereien, darunter auch sehr innovative.

Wir haben Mitte September kurze Teilabschnitte der Wasserradlwege getestet, waren aber nicht auf der Nordschleife, auch weil die Hopfenernte schon beendet war. Bei Andreas und Milena könnt ihr  noch mehr über die Hallertau erfahren.

Gesalzene Wege zwischen München und Bad Reichenhall

Von Freising kann man zurück nach München fahren oder noch einen Abstecher nach Erding machen. Hier wäre auch ein möglicher Startpunkt für die Salzschleife. Weitere Eckpunkte davon sind Burghausen, Bad Reichenhall, Rosenheim und München. Es gibt eine Querverbindung von Mühldorf über Wasserburg nach Rosenheim, dort fährt man immer am Inn entlang. Auch östlich von Mühldorf verläuft die Route auf dem Innradweg, bevor es bei Burghausen an der Salzach entlanggeht. Natürlich befinden sich auch einige Seen an der Strecke, so der Chiemsee, der drittgrößte See Deutschlands, der Simssee, der Wöhrsee in Burghausen, der Abstdorfer See bei Laufen im Osten der Schleife und der Steinsee im Münchener Umland, die beiden letztgenannten sollen zu den wärmsten Seen Deutschlands zählen. Wer es noch wärmer mag, kann zwischen verschiedenen Thermen wählen. Auch hier ist wieder ein Superlativ zu verzeichnen, die Erdinger Therme ist die größte der Welt mit zahlreichen Schwimm- und Wasserbecken, Sauna-Landschaften und Wasserrutschen. Die Therme Bad Aibling hat das Moor als Schwerpunkt, während es in der Rupertus-Therme in Bad Reichenhall erwartungsgemäß ums Salz geht.

Womit wir beim Thema wären. Salz wurde früher in wesentlich größeren Mengen benötigt als heute, der größte Teil wurde für die Konservierung von Fleisch und Fisch gebraucht, aber auch viele Berufszweige wie Weber, Gerber oder Tuchmacher verwendeten viel Salz. So erklärt sich der Begriff  Weißes Gold.

Sole-Leitung

In Bad Reichenhall und dem umliegenden Berchtesgadener Land gab (und gibt) es große Salzvorkommen, so dass die Stadt schon in frühen Zeiten zu großem Reichtum kam. Aber nicht nur Bad Reichenhall profitierte davon, denn auf dem Transport zu Land oder Wasser erhoben verschiedene Städte Zölle, den sogenannten Salzpfennig, so zum Beispiel Burghausen, wo das Salz über die Salzach (daher der Name) weiter über Inn und Donau nach Osteuropa verschifft wurde, auf Plättenfahrten (die Salzkähne hießen Plätten) kann man heute Geschichte und Landschaft kennenlernen. Da wegen Holzmangel nicht das ganze benötigte Salz in Bad Reichenhall gesiedet werden konnte, wurde schon im 17. Jahrhundert eine Soleleitung nach Traunstein (immerhin 32 km) gebaut, rund 200 Jahre später wurde sie erweitert bis nach Rosenheim. Beide Städte gelangten ebenfalls zu großem Reichtum. Der Salinen-Radweg, der einen Teil des Wasserradlweges darstellt, führt an der „ersten Pipeline der Welt“ entlang, am Weg gibt es historische Salzgewinnungsstätten. Abgerundet wird das Thema mit einem Besuch eines Salzbergwerks im Deutschen Museum in München. Auch München erlangte Größe und Reichtum durch den Salzhandel.

Natürlich gibt es in den genannte Städten jede Menge kulturelle Highlights. In Burghausen versteht man den Namen der Stadt besser, wenn man die Burg , die zwischen der Salzach und dem Wöhrsee liegt, gesehen hat. Mit über 1000 Metern Länge ist sie die längste Burg der Welt! Wenige Kilometer vor Burghausen kann man den Wallfahrtsort Altötting mit der Schwarzen Madonna besuchen.

An Mangfall und Inn- Rosenheim

Stadtpfarrkirche St. Nikolaus

Wir waren zwischen Rosenheim und Traunstein unterwegs. In Rosenheim, mit 63.000 Einwohnern die drittgrößte Stadt Oberbayerns nach München und Ingolstadt, erhielten wir eine Stadtführung von Rosi aus Rosenheim, die sehr interessant und kurzweilig war. So wurde uns  die Geschichte des Salzes nähergebracht, über den Inn wurde das Salz transportiert bzw. landwärts über die Rosenheimer Innbrücke in den Westen gebracht, dafür erhob auch Rosenheim Zölle, nach dem Bau der Soleleitung wurde ab 1810 (bis 1958) in der Stadt selber Salz hergestellt. Heute zeugt nur noch das Solepumphaus von dieser Vergangenheit. Im 19.Jahrhundert brachte aber auch die Eisenbahn Geld in die Stadt und machte sie noch bedeutender. Eine frühere Lokomotiven-Remise wurde 1988 zu einem der schönsten Ausstellungsgebäude Deutschlands, dem Lokschuppen, umgebaut, im Moment findet nach 30 Jahren eine Sanierung statt.

Wir schlenderten durch den Salingarten, in dem verschiedene Skulpturen stehen, und durch die schöne Innenstadt bis zum Riedergarten, einem Apothekergarten mit diversen Kräutern und Heilpflanzen. Schließlich wurde uns noch das Rathaus gezeigt, das vor allem interessant ist, weil in einem Teil ein Polizeirevier untergebracht ist. Allerdings nur im Fernsehen, nämlich das der Rosenheim-Cops. Ich war doch erstaunt, welches Bohei hier um diese Serie, die ich noch nie gesehen habe, gemacht wird, es gibt sogar eine Stadtführung „auf den Spuren der Rosenheim-Cops“.

Südöstlich der Innenstadt befindet sich der Mangfall-Park mit altem Baumbestand und üppiger Blumenpracht. Mittendurch fließt die Mangfall, die sich ein kleines Stück hinter dem Park mit dem Inn vereint. Auf Kletterskulpturen kann man sich im Park auch körperlich betätigen.

Wir starteten stattdessen in Rosenheim unsere Radtour. Wir überquerten den Inn und fuhren entlang an Sonnenblumenfeldern und Wiesen oberhalb des Simssees weiter Richtung Chiemsee. Wir waren auf E-Bikes unterwegs und ehrlich gesagt war ich auf dieser Strecke auch ganz froh darüber.

See und Moor

In Prien am Chiemsee checkten wir in unserem Hotel „Bayrischer Hof“ ein, danach machten wir eine Bootsfahrt zur Fraueninsel, die zwar wesentlich kleiner als die Herreninsel ist, dafür aber immerhin 250 Einwohner zählt. Es war mittlerweile früher Abend. Die Geschäfte hatten schon geschlossen und viele Touristen waren nicht mehr auf der Insel, was für eine ruhige, entspannte Atmosphäre sorgte. Wir besuchten die Klosteranlage, schon im 9. Jahrhundert war hier die selige Irmengard die erste Äbtissin, bis heute wird sie verehrt, wovon unzählige Votivtafeln in der Klosterkirche zeugen, sie ist die Schutzpatronin des Chiemgaus. Die Gebeine der Seligen Irmengard sind in der Kirche begraben. Unser Inselrundgang ging an blumenumrankten Häusern, idyllischen Bootsplätzen, schönen Biergärten und alten -angeblich 1000-jährigen- Linden vorbei. In verschiedenen Geschäften gibt es Inselspezialitäten: Frischer und geräucherter Fisch, Bier in der Inselbrauerei, Likör und Marzipan im Klosterladen, Keramikprodukte aus der Töpferei oder anderen Keramikgeschäften. Da war es dann doch etwas schade, dass wir so spät dranwaren.  Die Rückfahrt ging nach Gstadt am Westufer des „Bayrischen Meers“. Hier tafelten wir im Cafè Inselblick zu Abend, die meisten natürlich den frischen Chiemsee-Fisch.

Wer mehr über den Chiemgau/Chiemsee lesen will, kann hier einen Artikel über eine Bierrundreise im Chiemgau lesen. Glücksorte rund um dem Chiemsee findet ihr in Moniques Beitrag.

Am nächsten Tag fuhren wir zuerst zum Museum Salz und Moor, das zwischen Grassau und Rottau liegt. Da wir gestern so viel gesalzenes Input erhalten hatten, beschränkten wir uns heute auf eine Führung rund ums Moor . Der Biologe und Museumsleiter  Stephan Kattari zeigte uns kurzweilig und mit detailliertem Wissen die Besonderheiten des Moores sowohl im Museum als auch draußen im Moor selber. So wurde uns z.B. von fleischfressenden Pflanzen erzählt, draußen konnten wir den Sonnentau aber auch begutachten, von den in diesem Gebiet befindlichen Beeren (Heidel-, Preisel-, Rausch- und Moosbeeren) konnten wir auch naschen. für die Bedeutung des Moores u.a. als CO 2-Speicher wurden wir sensibilisiert. Wichtig ist dem Museum, dass auch Kinder mit Spaß an das Thema herangeführt werden, es gibt Führungen in zwei verschiedenen Altersstufen. Der Besuch kann mit einem Stück Kuchen im museumseigenen Café abgerundet werden.

Von dort ging es wieder an den Chiemsee, diesmal zur Hirschauer Bucht am südöstlichen Ende des Sees. Dafür mussten wir vom Wasserradlweg einen kleinen Abstecher machen. Es ging auf dem Chiemsee-Radweg entlang und ich war doch sehr unangenehm überrascht, dass der Weg ein gutes Stück direkt an der A 8 vorbeiführte, der Wasserradlweg verläuft (vielleicht auch deshalb) landeinwärts auf dem Salinen- bzw. Königssee/Bodensee- Radweg nach Traunstein. Wir wurden durch die wunderbare Natur am Delta der Tiroler Ache entschädigt. In der Hirschauer Bucht gibt es einen Natur- und Vogelbeobachtungsturm und ein Wirtshaus, wo wir lecker und üppig zu Mittag aßen.

Mit dem Salzmaier durch Traunstein

Von dort war es nicht mehr weit bis Traunstein, eine Stadt mit gerade mal 20.000 Einwohnern. Um so erstaunter waren wir, als wir den Stadtplatz erreichten, der in punkto Größe, Pracht, aber auch Betriebsamkeit nicht ganz so beschaulich wirkte. Früher ging es aber wohl noch deutlich wilder hier zu, in der Blütezeit der Stadt gab es hier 19 Wirtshäuser, viele davon mit angeschlossener Brauerei (drei Brauereien gibt es heute noch in Traunstein), wie uns der Stadtführer Josef Knott erklärte. Für die Führung schlüpfte er in die Figur des Salzmaiers, der in früheren Zeiten Herr von Salzproduktion und -handel war. Wir begeben uns auf eine Zeitreise, lernen Salzmaieramt und -stiege, die Salinenkapelle (eine der größten Kapellen Europas), Salzstadel und die denkmalgeschützten Wohnhäuser der Salinenarbeiter kennen. Vom 2.-11. August gibt es eine 400-Jahr-Feier für die seit 1619 bestehende Soleleitung. Wer möchte kann sich nach der Tour einen Traunsteiner Salzkrustenbraten schmecken lassen, wir begnügten uns mit einemEis auf dem Stadtplatz.

Kunst, Kultur und noch mehr Wasser

Von Traunstein fuhren wir am frühen Abend mit dem Bus nach Landsberg am Lech, um auch noch eine Station auf der Kunst- und Kulturschleife kennenzulernen. Nach dem Check-In im Landhotel Endhart aßen wir im Wirtshaus am Spitalplatz zu Abend, für Fleischesser eine hervorragende Adresse, Vegetarier werden eher vernachlässigt.

Landsberg am Lech ist ein guter Startpunkt für diese Schleife der Wasserradlwege, besonders, wenn man mit dem Auto  aus Richtung Stuttgart anreist. Landsberg ist dann das erste lohnenswerte Ziel in Oberbayern, man kann sein Auto problemlos abstellen und in einer Tagesetappe kann man bis nach (oder von) München radeln. Der Tegernsee und Garmisch-Patenkirchen sind weitere Eckpunkte der 330 km langen Kunst- und Kulturschleife. Radlerisch ist sie die anspruchvollste der drei Schleifen, hier müssen die meisten Höhenmeter bewältigt werden. Es geht immerhin in die Bergwelt Garmisch-Patenkirchens, wer nicht ganz so sportlich unterwegs sein will bzw. keine elektrische Unterstützung in Anspruch nimmt, kann die Tour aber auch verkürzen und die Berge umgehen. Dafür fährt man von Landsberg zum Staffelsee und zum Starnberger See, dort am Westufer entlang und weiter nach München oder auf direktem Weg nach Landsberg zurück.

Walchensee

Neben dem Lech und den schon erwähnten Seen führt die Südwest-Schleife auch an der Isar (Flaucherpark in München, Isartal), der Mangfall ( Mangfalltal am Tegernsee) und an einigen weiteren Seen entlang: Der Walchensee  mit seinem türkisfarbenen Wasser und der atemberaubenden Bergkulisse, der kleine Barmsee bei Garmisch-Patenkirchen oder der Ammersee, an dessen nördlichem Ufer der Weg vorbeiführt. Mit dem Starnberger See und dem Ammersee befinden sich der zweit- und drittgrößte See Bayerns an der Strecke. Aber auch wildes, tosendes Wasser gibt es. So sollte man die Partnachklamm bei Garmisch-Patenkirchen durchwandern und auch die Kuhfluchtwasserfälle bei Farchant nicht versäumen. Auf dieser Tour ist es problemlos möglich immer in der Nähe eines Gewässers zu übernachten, alle, die ein Zelt dabei haben, sollten den Staffelsee als Etappenziel einplanen. Dort gibt es auf einer Insel einen besonders schönen Campingplatz. Ganz in der Nähe vom Staffelsee befindet sich das Murnauer Moos, ein einzigartiges Moor-, Sumpf- und Waldgebiet.

Ein kulturelles Highlight ist die Wieskirche  in Steingaden, eine der weltweit bekanntesten im Rokokostil gebauten Gotteshäuser. Der offizielle Name für die Wallfahrtskirche lautet übrigens „Zum gegeißelten Heiland auf der Wies“, schräg, oder? Das Gebiet im Südwesten der KuK-Schleife wird auch als Pfaffenwinkel bezeichnet, weil es hier so viele Kirchen und vor allem Klöster gibt, z.B. Kloster Andechs oder Ettal. Im Landkreis Garmisch lockt die Ludwigstraße (früher die römische Handelsstraße Via Raetia) in Patenkirchen mit traditionellen Handwerksbetrieben und Manufakturen, die für interessierte Besucher die Türen öffnen, zudem gibt es viele Läden und Ateliers, im benachbarten Mittenwald gibt es ein Geigenbaumuseum.  Im Osten der Schleife ist besonders Bad Tölz mit seiner historischen Marktstraße und dem Kalvarienberg sowie die Papierstadt Gmund am Tegernsee einen Besuch wert. In München liegen das Lenbachhaus und drei Pinakotheken sowie die Bavaria-Filmstudios an der Strecke. In Fürstenfeldbruck- zwischen München und Landsberg- gibt es eine Klosteranlage, in der vor allem die Kirche St. Maria hervorsticht. Vom Kloster St. Ottilien in Eresing ist es nicht mehr weit bis Landsberg.

Landsberg- Romantik am Lech

Auch Landsberg am Lech ist einer der Höhepunkte dieser Tour. Am nächsten Morgen erkundeten wir nach einem üppigen Frühstück im Hotel die Stadt. Wunderschön ist das Lechwehr im Zentrum der Stadt, hier fließt der Lech über mehrere Stufen wie überkochende Milch hinab. Der dreieckige Hauptplatz ist das Herz der Stadt, neben dem historischen Rathaus, dem Marienbrunnen und dem Schmalztor gibt es weitere hübsche Gebäudeensemble. Schade ist es nur, dass der Platz nicht verkehrsberuhigt ist.

Ein Stück hinter dem Hauptplatz befindet sich die Stadtpfarrkirche mit bedeutenden Kunstwerken und Glasgemälden sowie dem goldglänzenden Hochaltar und einer imposanten Orgel. Auch die Größe der Kirche erstaunt, bis zu 3.000 Personen fänden hier Platz. Viele weitere Kirchen, Türme und Tore sowie zwei Salzstadel (auch Landsberg wurde durch den Salzhandel reich) konnten wir entdecken, bevor es mit dem Rad am Lech entlang  zum Wildpark und in die Teufelsküche ging. Dies ist eine wild-romantische Schlucht, das erste Stück kann mit dem Rad befahren werden, dann geht es nur zu Fuß weiter, oberhalb der Schlucht hatten wir einen schönen Blick auf den Lech.

Es gab schließlich ein leckeres Mittagessen am Eingang der Teufelsküche in dem gleichnamigen Restaurant, danach fuhren die anderen Teilnehmer der Tour nach München, ich blieb, um im Lech zu baden und noch weiter die Stadt zu erkundigen.

Über Landsberg am Lech habe ich noch einen gesonderten Artikel geschrieben.

Weitere Inspirationen zur Region

Offenlegung: Ich wurde vom Tourismusverband Oberbayern zu dieser Reise eingeladen. Die Fotos Hallertau, Salinenradweg und Walchensee wurden vom Tourismusverband zur Verfügung gestellt.

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Über den Blogger

Andreas

Ich reise gerne, lieber auf eigene Faust als geführt, häufiger mit dem Rucksack als mit Koffer, eher aufs Land als in die Stadt, mit Lust auf Neues Und Abenteuerliches statt auf Altbewährtes, öfter in den Süden als in den Norden, am liebsten mit meiner Frau an der Seite - oder auch mit meinen Töchtern.