Nordrhein Westfalen

Ein entspanntes Wochenende in Köln. Meine Relaxtipps für die Rheinmetropole

Wie waren meine Wochenenden noch vor einiger Zeit? Ich war ständig unterwegs – habe ansonsten geschrieben und der einzige Luxus den ich mir gegönnt habe war mal ein Roman oder ein schöner Film kurz vorm Einschlafen. Diese Zeit ist vorbei – die Wochenenden gehören mir und meinem Freund.

Auch wenn wir diese kurzen Auszeiten ab und zu in Dormagen verbringen – für ein entspanntes Wochenende bietet sich Köln einfach richtig gut an. Warum? Nun – die Stadt bietet nicht nur bessere Restaurants als Dormagen und ein Kino um die Ecke, es gibt hier auch viele Orte zum „Abschalten“. Ein paar davon stell ich euch in diesem Artikel mal vor!

Baumkino im Königsforst

Erst vor kurzem waren wir im Königsforst am Rand von Köln auf der Suche nach dem höchsten Punkt von Köln unterwegs. Den „Monte Troodelöh“ (so heisst der Berg von Köln) haben wir auch gefunden auf einer wirklich entspannten Wanderung.

Waldkino. Ein entspannter Blick in Baumwipfel ist im Königsforst möglich

Der Königsforst und auch die Wahner Heide (dies ich an das Waldgebiet anschließt) bieten sich für eine Auszeit an. Mein Tipp? Einfach mal auf einer Bank oder am Wegesrand Platz nehmen und in die Baumwipfel schauen. Baumkino ist die perfekte Möglichkeit einfach mal „runter“ zu kommen. Und Bäume gibt es im Königsforst jede Menge!

Obwohl Wahner Heide und auch Königsforst unweit des Köln/Bonner Flughafens sind – Ruhe ist hier garantiert. Wir sind auf einigen Wegen niemandem begegnet – und einzig der Monte Troodelöh hatte ein wenig mehr Gesellschaft. Ideal als auch für all diejenigen die vom Trubel in der Stadt doch ein wenig die Nase voll haben.

Entspannt in Köln übernachten im Hotel Lyskirchen

Entspannen? Das bedeutet für mich auch mal raus aus den eigenen vier Wänden. Das muss nicht immer 100 Kilometer entfernt sein – auch in der eigenen Stadt gibt es durchaus spannende Unterkünfte die nur darauf warten entdeckt zu werden. Ein solches ist das Boutiquehotel Lyskirchen. Von außen ist das Lyskirchen kein Hotel was mir auf den ersten Blick wirklich aufgefallen wäre und doch bietet es alles was ich für ein Relaxwochenende in der Stadt brauche. Das Hotel ist mit dem Bus gut erreichbar – nur wenige Meter vom Schokoladenmuseum, dem Heumarkt und dem Rhein entfernt und bietet einen Hotelpool mit Sauna und Fitnessstudio.

Wir haben in einem der Apartments übernachtet – die für „Längerbleiber“ mit Küche und einem kleinen Wohnzimmer ausgestattet sind. Neidisch war ich auf die riesige Terrasse des Zimmers – hier hätte sich eine Sonnenliege wirklich gut gemacht (Ihr wisst schon – zum Relaxen!!). Ich war für meinen Teil erstaunt wie ruhig wir hier geschlafen haben. Das ganz in der Nähe (ca. 250 Meter weiter) abends die Post abgeht und auch die Straße am Rhein nicht weit ist haben wir überhaupt nicht mitbekommen. Und Freitag nachmittags hatte ich den Pool und die Sauna für mich komplett allein. Ihr könnt sicher sein – das hat mich schon sehr entspannt!

Mein persönliches Pro-Argument für eine Nacht im Hotel ist jedoch das Frühstück. Das ist zwar bei „dazubuchen“ nicht wirklich günstig – lässt aber absolut keine Wünsche offen und ist in Bezug auf das Preis-Leistungsverhältnis vollkommen angemessen. Vom Waffeleisen bis zu einer riesigen Auswahl an Obst bis zu frisch gemachten Eierspeisen aus der Küche gibts hier eine richtig gute Auswahl an Leckereien.

Mit der Seilbahn über den Rhein schweben

Okay – mit der Seilbahn fahren kann auch abenteuerlich sein. Vor allem für diejenigen die es nicht so mit der Höhe haben. Und doch ist die Seilbahn der perfekte Ort um sich zu entspannen. Ein Blick auf Rhein und Dom, kein Stau und kein Trubel (außer vielleicht in der Warteschlange) – so kann zumindest ich herrlich entspannen.

Wer anschließend noch nicht genug entspannt hat kann dann ja auch noch in der Claudius Therme einkehren. Die befindet sich auf der Schälsick unmittelbar in Seilbahn-Nähe.

Tea-Time im Savoy

Köln hat nicht immer schöne Tage. Manchmal sind die Wochenenden ziemlich verregnet – manchmal ist es usselig kalt oder schlichtweg auch ziemlich windig. Kein gutes Wetter für Spaziergänge durch die zahlreichen Grünanlagen von Köln.

Köln hat eine große „Café-Dichte – über dieses Thema könnte ich durchaus einen eigenen Artikel schreiben. Heute jedoch will ich euch einen ziemlich entspannten Ort feststellen. Hier genießt ihr keinen Kaffee sondern Tee – und zwar mehrere Stunden lang. Auf gemütlichen Sesseln oder Sofas, mit Blick auf den modernen Kamin oder die zahlreichen modernen Kunstwerke. Auch verhungern müsst ihr nicht – zu einer Teatime gehören auch immer Scones und Törtchen und Sandwiches.

Die Jahreszeiten in der Flora genießen

Es vergeht kaum ein Monat in dem wir nicht die Flora – den botanischen Garten von Köln besuchen. Hier gibts es Sommer wie Winter etwys zu entdecken (auch wenn aktuell an neuen Gewächshäusern gebaut wird).

Im Sommer finden ihr hier viele Hochzeitsshootings statt – im Winter haben wir je nach Wetter den Garten fast für uns allein. Wenn es nicht allzu gut besucht ist gönnen wir uns im „Dank Augusta“ auch einen Kaffee, einen Kuchen und für mich eine Gurkenlimonade. Ja auch ich habe seltsame Vorlieben.

Mein persönliches Highlight sind übrigens die Kamelien – sie blühen von Januar bis April in dem aktuell einzigen Gewächshaus. Dort gibt es viele Bänke und Sitzplätze um sich einfach in der Farbe der Blumen und dem Grün der Blätter zu verlieren und an kalten Wintertagen auch ein wenig Frühling zu erleben.

Eine Tour mit dem Touristenschiff

Die Saison der Ausflugsschiffe von Köln geht von April bis Oktober. Sie fahren tagtäglich ihre Runden – die ihren Streckenverlauf in den letzten 50 Jahren wohl noch nie geändert haben. Was sich jedoch geändert hat ist die Skyline entlang des Rheines. Und die ist vom Wasser aus wirklich sehenswert.

Ich liebe vor allem Touren bei nicht so gutem Wetter. Dann sind die Schiffe oft nicht so gut besucht und ich kann den Wind und das Wasser mit allen Sinnen genießen. Für alle die sich eher einen Kaffee oder einen kleinen Imbiss gönnen wollen – dazu habt ihr bei der gut einstündigen Rundfahrt ausreichend Zeit. Übrigens – auch in der Weihnachtszeit gibt es nette „Bootstouren“ die mit Glühwein und Weihnachtsmusik aufs Schiff locken. Auch Abseits der Saison.

Geschirr entwerfen!

Ich bin gerne kreativ unterwegs. Mittlerweile habe ich zuhause eine kleine Kunstausstellung mit zahlreichen „Schindler-Werken“ und wenn ich irgendwo das Wort „Kreativworkshop“ lese bekomme ich große Augen. Warum?

Neben der Tatsache das ich etwas erschaffe gibt es noch einen anderen wichtigen Aspekt beim Künstler sein. Ich kann dabei herrlich entspannen. Konzentriert auf ein Werkstück vergesse ich die Welt um mich herum – eine ideale Beschäftigung um sich einfach mal fallen zu lassen. In Köln gibt es dafür mit den pottery art cafés in Köln Mitte und Köln Sülz gleich zwei empfehlenswerte Anlaufstellen die durchaus auch für einen verregneten Samstag geeignet sind. Auch hier empfehle ich jedoch eine Vorreservierung.

Ein Saunaabend mit Freundinnen im Neptunbad

Mitten in Ehrenfeld liegt das Neptunbad. Früher einmal eine  Badeanstalt befindet sich heute ein Wellnesszentrum mit zahlreichen Saunen, Ruheräumen, Spaangebot und auch Indoorpools in der „Städtischen Badeanstalt“. Obwohl ich eigentlich nicht so ein Saunagänger bin – im Neptunbad habe ich einige Saunen ausprobiert.

Besonders schön fand ich das „Ladys Only“ Angebot mit Prosecco in der Sauna und das Laconium mit Dampfbad und die dort regelmäßig angebotenen Peelings.  Ebenfalls ein Highlight? Das Kaiserbad mit Musik unter Wasser. Hier kann man sich wirklich fallen lassen.

Wichtige HinweiseHotelempfehlungAnreiseWeitere Inspirationen

– Der Eintritt in den Königsforst und auch in die Wahner Heide sind frei. Es wird darum gebeten auf den Wegen zu bleiben. Am Monte Troodelöh gibt es ein Gipfelbuch in welches ihr euch eintragen könnt.

– Eine Strecke mit der Seilbahn kostet 4,80 €,  Für Hin und Rückfahrt werden 7 Euro fällig. Tickets können vor Ort gekauft werden – da eigentlich immer großer Andrang ist müsst ihr mit ca. 20 Minuten Wartezeit rechnen.

– Die Tea Time im Savoy kostet 35 Euro und muss vorbestellt werden.

– Der Eintritt in Flora ist kostenfrei. Der botanische Garten von Köln ist jeden Tag geöffnet.

Köln-Panorama-Rundfahrten mit dem Schiff finden bis zu 6 mal täglich statt. Die Fahrt kostet 12 Euro (für Erwachsene), dauert circa 60 Minuten und bieten tolle Blicke auf die Kölner Skyline.

– Der Preis für das Geschirr bemalen hängt ab von der Art des Geschirres. Im Preis eines Tellers (zwischen 11 – 25 Euro) ist jedoch die Farbe, die Anleitung und auch das Brennen schon inklusive. Eine Anmeldung im Pottery Art Café ist notwendig.

– 4 Stunden Auszeit im Neptunbad kosten 26,50 € (Mo-Fr)/29,50 € (Wochenende). Gegen eine zusätzliche Gebühr kann man vor Ort auch Handtücher und Bademäntel leihen.

Wir haben im Hotel Lyskirchen übernachtet. Das 4 Sterne – Hotel liegt am Filzengraben 26-3250676Köln nur knapp 300 Meter vom Schokoladenmuseum und circa 500 Meter vom Heumarkt entfernt. Es verfügt über 105 Hotelzimmer und 8 Apartments die über einen separaten Zugang verfügen. Die Appartments kosten pro Nacht ca. 240 Euro, Zimmer im Hotel sind etwas günstiger zu bekommen (ab 100 Euro). Das Frühstück kostet 19,50 Euro zusätzlich. Tiere sind möglich im Hotel kosten jedoch auch Aufpreis. 
Wir haben sehr gut geschlafen und können auch das Frühstück empfehlen. Das Bad und die Sauna waren bei meinem Besuch am Nachmittag wenig frequentiert – ideal als auch für alle die etwas Ruhe am Pool suchen.

Köln lässt sich hervorragend mit der Bahn erreichen – Köln HBF und Köln Deutz sind dabei die bekanntesten Bahnhöfe. Ebenfalls nicht weit von der Stadt entfernt liegt der Flughafen Köln/Bonn. Mit dem Auto empfehle ich eine Anreise in die Stadt nur bedingt – Parkplätze sind Mangelware und wer sich einmal auf dem Kölner Ring verirrt der kommt da so schnell auch nicht wieder raus!

Offenlegung: Ich wurde für eine Nacht ins Hotel Lyskirchen eingeladen. Die Kooperation erfolgte in Zusammenarbeit mit Event Hotels.  Alles andere habe ich selbst bezahlt.

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Über den Blogger

Janett

Hallo, ich bin Janett, die Gründerin des Blogs Teilzeitreisender.de
Schon immer war ich ein sehr großer Fan von Kurzreisen. Neben einer Teilzeitstelle an der Uni Düsseldorf pflege und hege ich deshalb dieses Projekt - und habe dafür schon das eine oder andere Abenteuer erlebt. Mehr über mich erfahrt ihr unter der Rubrik "Persönliches"