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Nachhaltig rund um Köln – Mit Elektroauto von cambio unterwegs

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Ich habe schon seit vielen Jahren kein eigenes Auto.

Häufig brauch ich das auch nicht. Hier im Rheinland kommt man an fast alle Orte oft auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Das jedoch ist manchmal nicht so einfach. Gerade am Wochenende fahren vielerorts die Busse und Bahnen nur einmal die Stunde – will man (vor allem jetzt im Winter) mehr erleben, muss man sehr früh aufstehen oder jemanden finden, der ein Auto zur Verfügung hat.

Ich habe einen ganz anderen Weg beschritten. Ich habe für ein Wochenende ein Auto von cambio gemietet. Kein klassisches Auto – ich habe mich an einem Renault Zoe probiert. Ein Elektroauto. Aufgetankt mit Ökostrom. Ich hatte viele Fragen. Ihr auch? Dann stellt sie mir gerne in den Kommentaren.

Wie werde ich Kunde bei cambio Carsharing?

Die Anmeldung ist recht einfach. Auf cambio Carsharing gehen, eine Stadt (in meinem Fall Köln) aussuchen und dann auf „Kunde werden“ klicken. Die Anmeldung im BASIS-Tarif (wenn du erst mal nur wie ich probieren willst) kostet 30 Euro Anmeldegebühr – sie hat jedoch keine monatliche Grundgebühr. In Köln entfällt die Anmeldegebühr für VRS Abo Kunden und für U25 Kunden gibt es ebenfalls einen günstigen Campustarif. Für die Anmeldung solltet ihr eure Bankverbindung sowie euren Führerschein bereit halten – in 5 Minuten war ich fertig.

Den Vertrag habe ich ausgedruckt und bin zu meiner nächsten Cambio-Geschäftsstelle gegangen. Ich war in der Maastrichter Straße in Köln. Dort wurden mein Führerschein und mein Ausweis gecheckt, mir meine cambio-Card und mein Pin ausgehändigt und mir die erste Schritte als cambio-Kunde erklärt. Lange Rede kurzer Sinn – fast alle Dinge rund um die Anmeldung und die Kosten werden sehr übersichtlich auf der cambio Carsharing Homepage erklärt.

Wie reserviere ich ein Auto?

Viele Wege führen nach Rom. Oder ja – zum Auto. Die für mich persönlich einfachste Variante ist die Reservierung via App.

Wer lieber Telefonieren mag – auf der Kundenkarte befindet sich ein 24 Stunden Buchungsservice und auch auf der Homepage des Carsharing-Unternehmens hätte ich reservieren können. Mein Wunschauto (in meinem Fall ein Renault Zoe) kann von einer Stunde bis zu 72 Stunden reserviert werden.

Woher bekomme ich ein cambio-Carsharing-Elektroauto in Köln?

Stationen gibt es in der ganzen Stadt. Beim ersten mal habe ich  darauf geachtet, eine Cambio-Geschäftsstelle zu finden, die zentral ist, ein Elektroauto anbietet und an der zudem ein Cambio-Mitarbeiter meine 1000 Fragen beantworten kann. Es gibt natürlich auch einige Stationen, auf denen nur Autos abholt werden können. Im übrigen war der Platz auf der Maastrichter Straße auch  genau wieder der Ort, an dem das Auto abgestellt werden muss. Wohl dem, der quasi um die Ecke eine cambio Station hat.

Für mich auch spannend zu erfahren, dass ich mit meiner cambio Karte auch mit dem Stadtmobil in Düsseldorf oder mit den cambio Fahrzeugen in Aachen oder Bremen fahren kann.

Was kostet mich ein Wochenende mit einem Elektroauto von cambio?

Ich habe ein Wochenende von Freitag 16 bis Sonntag 16 Uhr gebucht, welches inklusive 200 Kilometern knapp 108 Euro kosten würde. Dazu gibt es einen echt coolen Tarifrechner – den ich natürlich vorab auch befragt habe. Der  Tarif ergibt sich aus Preisklasse des Fahrzeugs (S beim E-Mobil),  der gefahrenen Zeit und der tatsächlich gefahrenen Kilometer. Wir haben das Fahrzeug etwas früher zurückgegeben – nicht gefahrene Zeit wurde uns daher nur mit 30 Prozent gerechnet. Ach übrigens – Treibstoffkosten sind im Mietpreis enthalten. Die Rechnung gibt es einmal im Monat im „Nachhinein“ – ähnlich wie beim Handy.

Was ist, wenn mir mit einem cambio-Carsharing-Auto der Sprit/Strom ausgeht?

Ganz ehrlich? Für mich war das eine der wichtigsten Fragen. Ich wollte zwar keine richtig weiten Ausflüge machen, aber doch kann es ja passieren, das der Strom durch zahlreiche Autobahnfahrten und zu rücksichtsloses Fahren nicht ausreicht, um nach Köln zurück zu kommen. Dafür gibt es beim Zoe ein Kabel. Mit diesem können die Autos an Elektrotankstellen aufgetankt werden. Das alles erklärt euch an Geschäftstellen und bei Infoterminen an den cambio-Stationen auf Wunsch auch ein Mitarbeiter von cambio.

Denn – am Ende meiner Reise musste ich das Auto definitiv wieder an den Strom stecken. Gut, dass wir das vor Beginn einmal geübt hatten. Ich bin übrigens mit dem Elektrotank sehr gut ausgekommen. Durch nachhaltiges Bremsen hab ich vor allem im Bergischen Land sehr viele Kilometer „zurückgewinnen“ können.

Welche Ausflugsziele um Köln kann ich mit dem Elektroauto anfahren?

Als ich den „Zoe“ vollgetankt in Köln abgeholt habe, stand auf dem Tacho ein Reichweite von 230 Kilometern. Dieser Stand reicht rein theoretisch, um alle hier vorgestellten Sehenswürdigkeiten zu besuchen.

Durch Stau, Anfahren und Bremsen im Kölner Feierabendverkehr habe ich auf 6 Kilometern rund 10 Stromkilometer verbraucht. Das geht auf leeren Landstraßen besser. Auf Autobahnen schrumpfte meine Reichweite ebenfalls sehr deutlich. Ausflüge sind dennoch sehr gut mit dem Elektroauto von cambio möglich.  Ich habe versucht, bewusst Orte zu finden, bei denen ihr etwas über Nachhaltigkeit lernen könnt oder die wenig CO2 erzeugen.

Papiermühle Alte Dombach, Bergisch Gladbach

Ein Industriemuseum? Auch wenn mein erstes Ausflugsziel etwas seltsam klingt, so lege ich euch einen Besuch sehr ans Herz. Nicht nur, weil die alten Industriegebäude recht beeindruckend sind, sondern weil mir hier erst bewusst geworden ist, wieviel Papier ich Tag für Tag verschwende. Sei es auf Arbeit, seien es Kassenzettel oder ganz profan – sei es Klopapier.

Der Deutsche an sich nimmt weltweit eine führende Rolle im Papierverbrauch ein – und das Museum etwas abseits von Bergisch Gladbach hat mir diese Tatsache ziemlich bewusst gemacht. Vielleicht auch deshalb, weil in der Ausstellung mein Spielkind geweckt wurde.

Aufs Klo setzen, um einen Film zu starten, selber Papier schöpfen und pressen – etwas über die Geschichte der Entwicklung von Papier zu lernen war hier nicht nur spannend sondern auch sehr kurzweilig.

Gut zu wissen

Eintritt: 4,50 Euro (Als RuhrtopCard-Besitzer bekommt ihr kostenlosen Eintritt)

Entfernung von Köln:  18,9 Kilometer (ohne Autobahn)

Umgebung: Hier gibt es einige tolle Wanderwege.

Schloss Burg/ Brückenpark Müngsten, Solingen

Nicht gerade um die Ecke, aber ein sehr schöner Tagesausflug liegt in Solingen. Der Brückenpark Müngsten und Schloss Burg liegen nur circa sechs Kilometer auseinander. Auf diesen sechs Kilometern entdeckt man sehr gut, was mit der Natur passiert, wenn sie nicht mehr durch Schadstoffe belastet wird. Die Wupper wirkt klar, der Wald gesund und die Möglichkeit, auf einer Draisine über das Wasser zu fahren, war für mich ein wirkliches Highlight.

Zu Schloss Burg haben wir die Seilbahn genommen – wir sind halt wirkliche Langschläfer und Langsamläufer. Aber auch oben gibt es einiges zu sehen, was ihr nicht verpassen solltet. Am Brückenpark gibt es einen großen Parkplatz, der kostenlos ist.

Gut zu wissen

Eintritt: 2 Euro für die Überfahrt, 2,90 Euro für die Seilbahn. (im Winter ist diese nur am Wochenende in Betrieb)

Entfernung von Köln:  42 Kilometer (ohne Autobahn)

Umgebung: Unbedingt wandern gehen!

Tierpark Tannenbusch in Dormagen

Zwischen Köln und meinem Heimatort Dormagen Stürzelberg liegt quasi mittig der Tierpark Tannenbusch. Es handelt sich nicht um einen klassischen Zoo – exotische Tiere sind hier nicht zu finden. Dafür jedoch Wildschweine, Rehe, Esel, Ziegen, Schafe, Hausschweine und ein paar Pfauen. Enten, Gänse und auch eine Storchenfamilie sind ebenso zu besuchen. Die Tiere – das ist mein Eindruck nach vielen Besuchen – sind allesamt gesund und freuen sich vor allem über die Besuche der kleinen Gäste.

 

Der Tannenbusch ist jedoch mehr als das. Hier ist ein Naherholungsgebiet, welches nicht nur von einem Waldkindergarten, sondern auch von zahlreichen Läufern genutzt wird. Im Sommer muss fürs Parken bezahlt werden – viel schöner find ich jedoch die ruhige Zeit im Winter und Frühjahr – wenn der Park nicht ganz so gut besucht ist.

Gut zu wissen

Eintritt: Freiwillige Spende und im Sommer Parkkosten von 2 Euro

Entfernung von Köln:  32 Kilometer (ohne Autobahn)

Einen ausführlichen Bericht über den Wildtierpark Tannenbusch findet ihr hier.

Zeitreise in Dormagen Zons

Wenn der Weg schon mal zum Tierpark Tannenbusch führt, dann ist ein Ausflug in die Altstadt von Zons eigentlich nicht zu vermeiden. Ein Ort mit fast komplett erhaltener Stadtmauer – mit einigem an Geschichte und kleinen Cafés und Restaurant sowie besonderen Geschäften, die am Wochenende geöffnet sind – dazu vor allem im Winter wenig überlaufene Straßen und zahlreiche Geheimnisse, die ich euch hier verrate.

Spannend ist vor allem die Geschichte des Rheines. Der lag einmal direkt vor den Toren von Zons. Wenn ich heute zum Rhein möchte, muss ich in Zons rund 800 Meter laufen. Vor allem bei schönem Wetter lohnt sich ein Winterspaziergang über den Deich dennoch!

 

Gut zu wissen

Eintritt: Kein Eintritt, der Parkplatz kostet jedoch 2 Euro.

Entfernung von Köln:  28 Kilometer (ohne Autobahn)

Umgebung: Bei schönem Wetter Richtung Rhein wandern.

Haus der Geschichte (Schlechtwetteralternative)

All die bisher vorgestellten Sehenswürdigkeiten sind oftmals „draußen“. Nicht wirklich geeignet, wenn es wirklich mal regnet, stürmt und schneit. Aber auch dann lohnt sich ein Ausflug ins Kölner Umland. Sehr beeindruckt hat mich in diesem Jahr das Haus der Geschichte, welches zwar auch gut mit der Bahn erreichbar ist, aber wesentlich schneller natürlich mit einem Elektroauto. Im Haus der Geschichte könnt ihr die Geschichte Deutschlands von 1945 bis jetzt nachverfolgen.

Auch hier ist mir schnell klar geworden, wie sich unsere „Kaufkraft“ und unser Konsumverhalten geändert hat. Wer hätte sich in den 90ern vorstellen können, seine Äpfel in Plastiktüten zu kaufen? Mir war aber auch nicht klar wie stark damals unsere Umwelt durch Abgase und Fabriken verpestet wurde.

Gut zu wissen

Eintritt: Kostenlos. Parkplätze im Museumsviertel kosten jedoch Parkgebühren

Entfernung von Köln:  35 Kilometer (ohne Autobahn)

Umgebung: Unbedingt auch in die untere Etage gehen.

Wildgehege Brück und andere Ausflüge im Kölner Speckgürtel

Auch im Kölner Speck Gürtel gibt es zahlreiche nette Ausflugsziele. Da wäre zum einen die Wahner Heide, welche ich euch in den Herbstausflügen vorgestellt habe.

Da wäre aber auch das Wildgehege Brück oder die Finnensiedlung – ein Ort, an dem ihr euch nach Skandinavien wegbeamen könnt. Mit dem Bus oder Zug wäre ich an diese Orte kaum gekommen, perfekt also für einen Ausflug mit einem Elektroauto von cambio. Sie alle könnt ihr kostenfrei besuchen – nur ein wenig Zeit solltet ihr mitbringen, vor allem für Spaziergänge ist hier viel Platz.

Andere Ausflugstipps in und um Köln

Ihr habt Lust auf noch mehr Kölner Empfehlungen? Ich habe sowohl über ein Wochenende im Winter als auch über einen Tag im Kölner Sommer geschrieben. Und auch in den Herbstausflügen sind definitiv ein paar Ausflugstipps dabei, die ihr von Köln aus entdecken könnt.

Auf der Rückfahrt nach Köln

Das Elektroauto bei cambio Köln abgeben.

Jeder Ausflug ist irgendwann auch mal vorbei. Auch wir mussten Abschied nehmen. Und obwohl ich bei Beginn gut aufgepasst habe – das „Einstöpseln“ vom Wagen ist gar nicht so einfach. Nicht, weil ich keinen Stecker einstecken könnte, sondern weil zum Einstecken nicht viel Zeit bleibt oder der Stecker nicht fest genug drin ist. Ist so wie beim Handy. Nur viel größer. Und ich war heilfroh als es plötzlich hieß – es lädt.

 

Den Schlüssel ins Handschuhfach und das Auto mit Karte verschließen war anschließend ein Kinderspiel. Und jetzt, wo ich weiß, wie der Hase läuft, werde ich meine cambio-Karte sicherlich häufiger mal ausprobieren. Vielleicht auch mal woanders. Wer hat da schon Erfahrungen?

Offenlegung: Ich wurde von cambio Köln eingeladen, ein Wochenende ein Elektroauto zu fahren. Für diesen Beitrag erhalte ich ein Entgelt.

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Über den Blogger

Janett

Hallo, ich bin Janett, die Gründerin des Blogs Teilzeitreisender.de
Schon immer war ich ein sehr großer Fan von Kurzreisen. Neben einer Teilzeitstelle an der Uni Düsseldorf pflege und hege ich deshalb dieses Projekt - und habe dafür schon das eine oder andere Abenteuer erlebt. Mehr über mich erfahrt ihr unter der Rubrik "Persönliches"