Nordrhein Westfalen

Schieb doch mal ne Extraschicht! Wertvolle Tipps für das Sommer-Event im Ruhrgebiet

Es ist Juni. Und jedes Jahr im Juni isses wieder soweit. Der Pott bebt. Oder es wirkt zumindest so. Mittlerweile bin ich Stammgast auf der Extraschicht im Ruhrgebiet und doch hab ich längst nicht alles gesehen. In diesem Bericht gebe ich euch hilfreiche Tipps für das Sommer Event im Ruhrgebiet.

Die „Unwissenden“ unter euch werden sich jetzt sicherlich fragen –

Was bitte ist die Extraschicht? Muss ich da etwa arbeiten?

Ganz von ungefähr kommt die Frage nicht, denn wenngleich ihr nichts außer Staunen tun müsst, so geht das Event nur ganze 8 Stunden – und zwar in der Nachtschicht. Von 18 Uhr bis 2 Uhr Nacht könnt ihr Industrie und Industriekultur mal so ganz anders erleben. Bunt, Kreativ, Lustig oder melancholisch, Wissenswert und Überraschend – diese Schicht vergisst man so schnell nicht mehr.

An allen Spielorten könnt ihr das Ticket erwerben, das euch 20 Euro kostet. Im Preis enthalten sind alle Shuttleverbindungen, Eintritte, Konzerte, Events und Überraschungen vor Ort. Im Vorverkauf gibt es div. Ermäßigungen für die Extraschicht (bis einen Tag vor der „großen Nacht“).

Falls ihr jetzt spontan Lust auf eine „Extraschicht“ habt, dann solltet ihr euch die folgenden Empfehlungen gut zu Herzen nehmen:

Tipp: Nicht zu viele „Spielorte“ besuchen!

Die Extraschicht ist nur 8 Stunden lang, viele glauben, das Sie in dieser Zeit alle Spielorte erreichen können. Von mir als „alten“ Hasen schon mal die Info – Vergesst es! Pro „Extraschicht“ schafft ihr maximal 3 – 4 Spielorte, und dann müsst ihr euch schon wirklich stressen! Wenn ihr viel mitnehmen wollt, startet am besten schon vor „6“ und besucht die größeren Spielorte wie z.b. das Gasometer und die Zeche Zollverein eher am frühen Abend. Je später die Nacht, desto mehr Menschen sind unterwegs – und das ist auch mit zahlreichen Warteminuten verbunden. Es empfiehlt sich, regionale Schwerpunkte zu setzen, letztes Jahr hab ich mir gemeinsam mit Jessica Bochum angeschaut, zwei Jahre zuvor war mein Schwerpunkt mit Anja Oberhausen und Mühlheim. Auch Henrichenburg ist sehr nett.

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Auch in den Bahnen wirds nicht langweilig. Es gibt Konzerte in Bahnen und auf Bahnhöfen

Nutzt Shuttle, Fahrräder und Öffentliche Verkehrsmittel!

Ich hab ja sowieso kein Problem mit öffentlichen Verkehrsmitteln, dennoch kenne ich auch den ein oder anderen der nicht auf den Komfort des Autos verzichten will. Gleich vorab soll euch gesagt sein, das ihr mit dem Auto auf der Extraschicht nicht wesentlich schneller unterwegs seid.

Die Busse bei der Extraschicht sind gerne überfüllt. Wer das nicht mag – lieber Radfahren!

Es gibt an einigen Orten kaum Parkplätze und die Shuttle (die zusätzlich zu den öffentlichen Verkehrsmitteln eingesetzt werden) verbinden die meisten Spielorte. Auch hier gilt – je später der Abend, desto voller die Busse und Züge. Plant ggf. so, das ihr alles auch gut mit dem Rad oder zu Fuß erreichen könnt.

Nur nicht zu viel mit sich herumschleppen!

Wenn ihr die ganze Nacht auf den Beinen seit, ist es nicht empfehlenswert, allzu viele Sachen mit sich herumzutragen. Ticket, Kamera/Handy, Portmonee und eine Flasche Wasser – mehr braucht ihr unterwegs nicht. Es gibt an allen Spielorten auch Verpflegungsstände und manchmal sogar regionale Dinge zu probieren. So bieten die Brauereien, die an der Aktion teilnehmen (z.b. Brauerei Fiege in Bochum) eine kleine Verkostung an – die ihr euch nicht entgehen lassen solltet.

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Hier lohnt sich der Besuch bei der Extraschicht besonders – der Gasometer in Oberhausen

Für die Extraschicht immer passend kleiden!

Je nachdem wie das Wetter ist, bietet sich die Mitnahme einer Jacke obligatorisch an, auf festes Schuhwerk solltet ihr jedoch auf jeden Fall achten. Die Extraschicht ist mit zahlreichen „Schlangestehen“ und „Unbekannte Wege gehen“ verbunden, was sich mit Pumps über 8 Stunden nicht so wirklich gut macht. Ansonsten empfiehlt sich nicht allzu dunkle Kleidung, da ihr schließlich auch in der Nacht unterwegs seid, und da auch ein wenig auf die Sicherheit geachtet werden sollte..

Auch mal im Pott pennen!

Im letzten Jahr hab ich erleben können, das es herrlich entspannt ist, wenn man während der Extraschicht im Ruhrgebiet auch übernachtet. Die Hotels und Pensionen verfügen sogar noch über recht viel Platz , weil viele „Einheimische“ dann doch lieber wieder nach Hause ins eigene Bettchen fliehen.

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Wer nicht nach Hause fahren will – zahlreiche Hotels bieten noch Unterkünfte (hier Parkhotel Oberhausen)

Letztes Jahr haben wir im Welcome Hotel in Essen übernachtet, dieses Jahr übernachte ich im Mercure City Hotel in Duisburg, getestet hab ich auch in Oberhausen auch schon das Best Western Parkhotel – alle diese Hotels liegen sehr zentral oder an einer gut erreichbaren Bus/Bahnhaltestelle und sind bis tief in die Nacht verfügbar.

Mehr Erfahrungsberichte von der Extraschicht?

Mehr Inspirationen und Tipps aus dem Ruhrgebiet?

Auch vor der Extraschicht gibt es viel zu entdecken. Immerhin startet die Schicht erst um 18 Uhr. Dank der Ruhr.Topcard habe ich mir fast jedes Jahr mehrere Sehenswürdigkeiten angeschaut. Aber auch so gibt es vieles zu sehen. Jessica lebt im Ruhrpott und hat dazu einen Guide erstellt – unbedingt mal reinschauen. Auch ich habe von meiner Zeitreise durch die letzten Jahre im Ruhrgebiet berichtet.

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