Lohnt sich die Ruhr.TopCard?

Reisen beginnt vor der eigenen Haustür. Wie sagt man so schön: „Warum in die Ferne reisen, wenn das Gute doch so nah“.  Gerade in NRW ist das ganz einfach. Im Ruhrgebiet liegt alles kompakt beieinander, egal ob mit dem Auto oder mit Bus und Bahn. Es gibt so unglaublich viel zu entdecken und erleben, dass man sehr viele Tagesausflüge braucht um auch nur einen Bruchteil zu schaffen.

Leider hat jede „Sehenswürdigkeit“ auch ihren Preis. Damit es finanziell machbar ist, so viel wie möglich im Ruhrgebiet und weiteren Orten in Nordrhein-Westfalen zu erkunden, kann man sich die Ruhr.TopCard gönnen.

Wie ist der Preis für die Ruhr.TopCard?

Die Ruhr.TopCard kostet 54 Euro im Jahr und ist an 365 Tagen im Jahr gültig. (Stand 2018)

Gibt es Ermäßigungen (z. B. für Kinder)?

Für Kinder bis 14 Jahre kostet die Karte 35 Euro.

Gibt es die Ruhrtopcard auch günstiger?

  • Es gibt Rabatt für ADAC-Mitglieder: Als ADAC-Mitglied erhaltet ihr die Karte für 48 Euro (6 Euro Ersparnis), dafür müssen die Karten jedoch auch in einer an der Aktion beteiligten ADAC-Geschäftsstellen abgeholt werden.
  • Ebenfalls günstiger ist es für Studenten: Inhaber der internationalen Studentenkarten ISIC, ITIC und IYTC erhalten einen Rabatt von 6 EUR auf die RUHR.TOPCARD. Bestellung muss über ISIC laufen.

Wo kann ich die Ruhr.Topcard kaufen?

Die Ruhrtopcard erhaltet ihr in vielen Touristinformationen und WP/WR-Leserservice-Shops des Ruhrgebiets. Auch bei einigen der Sehenswürdigkeiten könnt ihr die Karte erwerben. Eine vollständige Liste der Verkaufsstellen findet ihr hier.

Auf der Ruhr.Topcard – Homepage könnt ihr die Karte online bestellen, es werden jedoch 2,50 Euro für Porto und Versand fällig.

Was ist der Unterschied zwischen Ruhr.Topcard und Welcome Card Ruhrgebiet?

Seit 2018 gibt es für Touristen, die nur ein paar Tage im Ruhrgebiet unterwegs sein wollen, die Welcome Card fürs Ruhrgebiet. Die kostet je nach Gültigkeitsdauer zwischen 25 und 45 Euro.

Kann ich die RUHR.TOPCARD denn auch für öffentliche Verkehrsmittel nutzen?

Leider nicht! Einzige Ausnahme – Beim Ticket für die Extraschicht (was ihr zum halben Preis mit der Ruhr.Topcard bekommt) könnt ihr die Verkehrsmittel im Pott nutzen.

Was ihr sonst so über die Karte aus dem Ruhrgebiet wissen solltet

  • In den ersten drei Monaten eines jeden Jahres kann eine besondere Sehenswürdigkeit außerhalb des Potts besucht werden. Schon dabei waren unter anderem der Zoo in Köln und Münster, das Zoom oder auch in Holland.
  • Im Mai gab es die letzten Jahre auch eine Aktion, wo ihr beim Kauf der Ruhr.Topcard auch noch einen Eintritt in div. Abenteuerparks im Pott bekommt.

Welche Sehenswürdigkeiten kann ich mit der Ruhr.TopCard entdecken?

Bei 96 Ausflugszielen habt ihr mit der RUHR.TOPCARD freien Eintritt und könnt diesen einmalig nutzen. Daneben gibt es aber noch zahlreiche andere Sehenswürdigkeiten und Parks sowie Events wo ihr mit der Karte nur den halben Preis bezahlt. Einige Ausflugstipps könnt ihr unten nachlesen.

Dortmund: Auf den Spuren der Industriekultur

Ganz besonders hat mich die Kokerei Hansa in Dortmund beeindruckt. Noch bis 1992 in Betrieb wirkt das Gelände an einigen Stellen so, als würden gleich die Arbeiter kommen und einstempeln, und an anderen Stellen hat längst zwischen all den verrosteten Großanlagen die Natur die Oberhand bekommen.

Auch wenn ich den Audioguide nicht kenne, kann ich euch die Do/Fr stattfindenden Führungen nur ans Herz legen, die ihr mit der Ruhr.Topcard auch mitmachen könnt. Besonderes Highlight ist der Maschinenraum, eine der großen Anlagen wurde auf meiner Führung sogar noch mal in Betrieb genommen.

Preis ohne RUHR.TOPCARD: 8 Euro (für die Führung Donnerstags und Freitags). Ein Rundgang mit dem Audioguide ist kostenfrei.

Essen: Die bekannteste Zeche des Ruhrgebietes

Die Zeche Zollverein ist wohl das „Gesicht des Ruhrgebietes“. Das Steinkohlebergwerk ist seit 1986 außer Betrieb und seit 2001 UNESCO Weltkulturerbe.

Ruhrmuseum Zeche Zollverein

Als DIE Sehenswürdigkeit im Ruhrgebiet darf sie natürlich auch bei der Touristenkarte nicht fehlen. Für die zweistündige Führung  „Durch Koksofen und Meistergang“ müsst ihr euch unbedingt anmelden (Telefon 0201 246810).

Ruhrmuseum Zeche Zollverein

Aber auf dem Gelände des Zollvereins gibt es noch so viel mehr zu entdecken. Nach einem Spaziergang auf dem Gelände solltet ihr euch das Ruhrmuseum auf keinen Fall entgehen lassen. Über mehrere Etagen erfahrt ihr so viel mehr über das Ruhrgebiet – über Sprache, Idole, Geschichte vor der Industrialisierung, das ihr hier allein schon gut und gerne 3 Stunden auf Zeitreise seid.

Preis ohne RUHR.TOPCARD: 10 Euro für das Ruhrmuseum, Führung ab 6 Euro.

Duisburg: Im Schwimmbad der Binnenschifffahrt.

Das Ruhrgebiet ist voller ehemaliger industriell genutzter Bauten. Einige wenige werden sich selbst überlassen – für andere finden sich sehr unkonventionelle Nutzungsmethoden. So etwas das alte Fabrikschwimmbad in Duisburg, was nun ein Binnenschifffahrtsmuseum  ist.

Auch wenn der Weg ohne Auto etwas umständlich ist, bei einem Besuch in Duisburg solltet ihr euch dieses Museum unbedingt mal anschauen.

Mühlheim: Wassertürme für die Optik

Eine Camera Obscura in einem alten Wasserturm
Eine Camera Obscura in einem alten Wasserturm

Ein alter Wasserturm, der nun den Weg des Wassers erläutert und die Geschichte von Wassertürmen erzählt ist mein persönliches Highlight in Mühlheim. Nicht nur der Aufstieg in die Kuppel zur Camera Obscura ist spannend – auch die regelmäßige Vorführung, die während der Öffnungszeiten erklärt wie eine solche „Camera“ funktioniert.

Oberhausen: Ein Gasometer mit Superlativen

Ein altes Gasometer, in dem früher Gase aus dem Bergbau aufbewahrt wurden (nein keine menschlichen ;)) dient in Oberhausen seit einigen Jahren für besondere Kunstprojekte und ermöglicht einen Ausblick über das Ruhrgebiet.

Gasometer

Mit einem Aufzug kann man zuerst auf die Spitze des Gasometers fahren und sich von dort bei gutem Wetter fast das ganze Ruhrgebiet anschauen. Im Inneren führt dann ein Fahrstuhl von hoch oben in den Ausstellungsraum. Ein Baum, die Welt und Berge wurden dort schon ausgestellt – ich bin gespannt was noch kommt.

Bochum: Ein Blick in ein Bergwerk

Seit 2018 ist ja „Schicht im Schacht„, der Bergbau jedoch bleibt eng mit dem Ruhrgebiet verknüpft. Am spannensten ist das im Bergbaumuseum Bochum zu entdecken. Das Museum bietet in seinem „Schacht“ einen spannenden Einblick in den Bergbau der letzten Jahrhunderte.

Bergbaumuseum Bochum

Ein altes Umspannwerk (Museum Strom und Leben), als Denkmal gesetzt und mit einer interaktiven Ausstellung über Strom.

Bottrop: Zechenhalle mit Zombies

Oder wie wäre es mit einer Tour durchs Grusellabyrinth direkt in einer alten Zechenhalle in Bottrop? Mit der Ruhrtopcard könnt ihr das 50 % günstiger besuchen.

Bottrop: Einfach mal durchhängen lassen!

Herumfliegen in Bottrop – Indoor Skydiving (nur September, 50 % Rabatt)

Xanten: Zeitreise zu den Römern

Dort wo heute Xanten ist, war vor circa 2000 Jahren eine recht große Stadt. Die Römer hatten damals ihr Lager aufgeschlagen. Wir haben uns das ganze mal angeschaut – und dabei spannende Sachen entdeckt. Meines Erachtens ist der Archeologische Park Xanten jedoch eher was für die Sommermonate. Übrigens – für Kinder gibts einen riesigen Spielplatz!

Extraschicht erleben

Wer das Ruhrgebiet in einer Nacht erleben will, sollte sich das letzte Wochenende im Juni vormerken. Dann verwandelt sich für 8 Stunden fast jede Sehenswürdigkeit des Ruhrgebietes in ein riesigen Open – Air – Event mit Feuerwerk, Konzerten, Food-Festivals und vielem mehr.

Weitere Inspirationen

Nun könnt ich euch noch weitere tolle Ideen aufschreiben, doch warum soll ich das Rad neu erfinden. Hinter den folgenden Links findet ihr zahlreiche Ausflugstipps, die ihr mit der Ruhrtopcard nutzen könnt. Museen, Schifffahrten, Wandertouren – Ich bin sicher da findet sich für jeden etwas…

Lohnt sich die Ruhr.Topcard?

Die Karte bekommt aufgrund ihres hohen Spar und Spaßpotentials eine 1 – . Warum das Minus ? Nun Sie ist nur bedingt für Touristen aus anderen Regionen Deutschlands nutzbar und es können keine öffentlichen Verkehrsmittel genutzt werden. Positiv ist hervorzuheben, das sie für jede Alters- und Gesellschaftsgruppe Angebote hat bereithält daher auch für jedermann was zu bieten hat.

Die Karte lohnt sich in erster Linie für Tagesausflügler aus dem Ruhrgebiet, Rheinland und den Pott-Nahen Regionen. Für einen Kurzurlaub im Pott empfehlen sich eher die neu aufgelegte Welcome Card Ruhr. Ihr könnt bei aktiver Nutzung (im Jahr mindesten 10 – 15 Sehenswürdigkeiten besuchen) erheblich Geld sparen!

Ruhrmuseum Zeche Zollverein
Im Ruhrmuseum Zeche Zollverein

 Offenlegung: Die Ruhrtopcard wurde mir 2015 – 2019 von Ruhrtourismus zur Verfügung gestellt.

Janett
Janett

Hallo, ich bin Janett, die Gründerin des Blogs Teilzeitreisender.de
Schon immer war ich ein sehr großer Fan von Kurzreisen. Neben einer Teilzeitstelle an der Uni Düsseldorf pflege und hege ich deshalb dieses Projekt - und habe dafür schon das eine oder andere Abenteuer erlebt.

Mehr über mich erfahrt ihr unter der Rubrik Persönliches

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