Stiftsgut Wilhelmsglücksbrunn – von Bio, Genuss und Entspannung

Leise rauschen die Blätter der zahlreichen Bäume, und auf dem Dach hat sich soeben ein Storch niedergelassen. Ich fühle mich relaxt. Und das, obwohl ich doch gerade eben mit 30 Leuten quer über die Wartburg gescheucht wurde. Wenn man danach aber den kleinen schmalen Weg von der Bundestrasse hin zum Stiftgut Wilhelmsglücksbrunn fährt, wird man allein schon durch die notwendige Geschwindigkeitbegrenzung entschleunigt.

Gut Wilhelmsglücksbrunn

Stiftgut Wilhelmsglücksbrunn – wo Goethe einst weilte!

Die Natur, die uns hier umgibt, tut ihr übriges und plötzlich bemerken wir einen Gutshofähnlichen Gebäudekomplex. In einem matten Weiß gehalten kommt uns das frontal an der Häuserfront gelegene Restaurant von außen recht unscheinbar vor. Der Platz jedoch strotzt nur so vor Geschichte. Auf der Internetseite konnte ich lesen, das sogar schon Goethe hier verweilte. Und das Luft und Wasser hier ganz besonders sind.

Gut Wilhelmsglücksbrunn

Mir war das im ersten Moment erst einmal recht egal – nach einer 4 Stunden Fahrt von Düsseldorf nach Eisenach, einem gefühlt halbstündigen Aufstieg, einer Führung und dem Abstieg von der Wartburg war ich jedenfalls dementsprechend hungrig. Und vor allem neugierig.

Restaurant Gut Wilhelmsglücksbrunn

Papas gute Küche im Stiftgut Wilhelmsglücksbrunn

Der Koch des Hause war an jenem Tag niemand geringerer als mein Papa (Leider kocht er nicht mehr für das Restaurant im Stiftgut). Das an sich ist ja schon mal der Rede wert, aber das besondere daran ist, das hier alles aus ökologischer Landwirtschaft stammt. Das nahegelegene Gästehaus ist sogar von Bio Hotels zertifiziert. Schon vorab hatte mir mein Vater von den leckeren Sachen vorgeschwärmt. Ganz besonders empfehlenswert ist das Schafsmilch-Eis, sagte er. Aber als Grundlage hab ich erst mal mein Leibgericht bestellt, Gebratene Leber mit Zwiebeln und Kartoffelbrei.

Ich glaub zwar, das heisst in diesem Restaurant ein wenig anders, aber schlussendlich war ich einfach nur gespannt, wies Bio schmeckt. Und natürlich kamen wir zu der Ehre, das sich der Koch des Tages persönlich zu uns gesellte und uns auch so einiges über das Essen und die Schafe und die Büffel und das ganze Restaurant erzählte.

Die Einrichtung des Restaurants im Stiftgut Wilhelmsglücksbrunn ist recht schlicht.

Einfache Holztische, dekoriert mit Blumen der Saison, klare Linien und manch Erinnerung an alte Zeiten, als hier noch eine Saline stand. Ideal also, um sich voll und ganz auf das Essen und Trinken zu konzentrieren. Sogar die Limonade und Cola sind hier Bio. Ich mag mir das vielleicht auch einbilden, aber ich fand vor allem das Gemüse sehr lecker, frisch und vor allem intensiv im Geschmack. So ne Tomate, die wie Tomate schmeckt ist schon was tolles. Auch die Leber war auf den Punkt genau. Mir war die Portion schon fast einen Tick zu viel, aber lecker war es! Und das Eis haben wir dannach auch probieren müssen.

Frucht, Vanille und Schokolade… Wir waren allesamt ein wenig kritisch… Schafs-Milcheis hatten wir noch nicht probiert und waren daher sehr überrascht, das es doch so lecker schmeckt. Fast so wie normales Eis. Oder sogar noch einen Tick leckerer.

Ein wenig abseits wurde dann auch Kaffee und Kuchen serviert. Ich glaub wir waren für die Mittagstafel um kurz nach zwei dann doch schon was spät :D.

Ein Hofladen und viel Natur

Während ich noch ein wenig mit Papa redete und die Rechnung beglich, machten sich Anja und Daniel auf, den Rest vom Stiftgut zu erforschen. Als ich jedoch das Restaurant verlassen hatte, fand ich die beiden nicht im Geschäft oder in der Natur, sondern im Zwiegespräch mit der Hofkatze vor. Ein sehr zutrauliches Kätzchen, was sicherlich schon den einen oder anderen dazu animiert hat, dem Laden einen Besuch abzustatten.

Hofkatze Gut Wilhelmsglücksbrunn

Auch wir haben es uns nicht nehmen lassen, im Laden ein wenig Käse zu probieren und uns Bioschokolade und Biolimonade zu kaufen. Ich glaub beim nächsten Mal muss ich mir unbedingt mal eine Kühlbox mitnehmen. Und wenn ich bis jetzt nicht entspannt gewesen wäre, spätestens beim Wasser-Schauen oder beim Ameisen auf Gehweg – beobachten hätte mich das Entspannungsgefühl gehabt.

Weiter zum Mittelpunkt Deutschlands

Für uns ging der Nachmittag noch weiter, eine knappe halbe Stunde Autofahrt weiter östlich befindet sich der Mittelpunkt Deutschlands, den wir auch noch besuchen wollten. Für uns hieß es Abschied nehmen. Aber sicher nicht für immer…

Wichtig
Wenn ihr auch mal im Stiftgut Wilhelmsglücksbrunn vorbeischauen wollt, gut Essen, biolike shoppen oder geruhsam Schlafen wollt, könnt ihr alles weitere auf der Internetseite erfahren.
Janett
Janett

Hallo, ich bin Janett, die Gründerin des Blogs Teilzeitreisender.de
Schon immer war ich ein sehr großer Fan von Kurzreisen. Neben einer Teilzeitstelle an der Uni Düsseldorf pflege und hege ich deshalb dieses Projekt - und habe dafür schon das eine oder andere Abenteuer erlebt.

Mehr über mich erfahrt ihr unter der Rubrik Persönliches

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