Österreich

Mädelsurlaub in Bregenz – Vom Genuss, den Bergen und dem Bodensee

Ich habe schon viel von Deutschland gesehen. Ich war an Ost- und Nordsee, kenne die größten Städte des Landes und ich habe auch schon den einen oder anderen Berg „bestiegen“. Problematisch wird’s jedoch, wenn es um den größten See geht. Und ausgerechnet den habe ich beim ersten Mal nicht von deutscher Seite aus entdeckt.

Bregenz und mein erstes Mal Bodensee.

Es ist Sommer. Und wir auf dem Weg nach Bregenz. Ein Wochenende voller Genuss wartet auf uns. Was ich nicht erwartet hatte: Der Bodensee ist riesig! Zumindest dann, wenn man die Seen in Deutschland so kennt. Wohin ich sehe – Wasser. Und im Hintergrund die Berge. Ich bin schon beim ersten Anblick der kleinen Stadt Bregenz in diesen Ausblick verliebt. Wie kann ein Ort so schön sein!

Aber lasst uns nicht vom Bodensee reden – sondern davon, warum ich an einem wunderschönen Sommertag auf genau jenen welchen mit dem Tretboot durch die sanften Wellen schipperte.

Wir kommen am späten Freitag-Nachmittag in Bregenz an. Die Zugfahrt – rund 5 1/2 Stunden von Düsseldorf, hat uns geschlaucht. Auf Sightseeing haben wir heute Abend keine Lust mehr.

Wir haben noch ein Date.

Im Casino. Und dafür müssen wir ja schließlich gut aussehen. Ist es ein Wunder, das wir erst einmal ein Nickerchen im Hotelzimmer gemacht haben?

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Über meine Nacht im Casino von Bregenz habe ich schon geschrieben, kann euch einen Abstecher in selbiges aber auch guten Gewissens empfehlen. Gutes Essen, nettes Casino und wirklich viel Spaß. Es ist sehr spät, als wir satt, müde und glücklich zurück in unser Hotel laufen. Bregenz – so glauben wir – schläft schon.

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Die warmen Temperaturen jedoch locken die Leute aus den Betten. Gefühlt halb Bregenz genießt das milde Lüftchen am Bodensee. Wir sind müde. Für uns heißt es: Ab ins Bett, denn Anja und ich wollen wirklich früh raus!

Hoch hinaus am Morgen!

Als ich morgens um acht das erste Mal die Augen öffne, blinzelt die Sonne zum Fenster hinein. Meine Wetterapp verspricht richtig hohe Temperaturen. „Was machen wir heute?“ fragt mich Anja schläfrig. Meine Antwort ist simpel. Anziehen, Frühstücken und dann Bregenz erobern!

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Gut eine Stunde später sind wir auf einem kleinen Stadtrundgang durch Bregenz. Viel ist noch nicht los – die meisten Gäste schlafen wohl noch. Und auch wir merken, dass es uns zwischen den Häuserschluchten eigentlich viel zu warm ist. Wir wollen hoch hinaus. In die Berge. Dort – wo es an diesen heißen Tagen etwas frischer ist.

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Eine Seilbahn bringt uns in Windeseile auf den Hausberg von Bregenz – den Pfänder. Hier oben ist es tatsächlich etwas frischer. Durchatmen. Und ein wenig spazieren gehen.

Wir schauen uns ein wenig im Alpenwildpark um und entdecken eine Adlerwarte (Mittlerweile geschlossen). „Haben Sie Lust, an einer Vorführung teilzunehmen?“ fragt uns eine junge Dame. Ich schau Anja an und wir nicken beide. Schnell bezahlen wir den Eintritt und müssen uns zwischen den zahlreichen Zuschauern noch ein gutes Plätzchen suchen.

Was bin ich erschrocken, als nur wenige Meter von uns entfernt ein Raubvogel auf dem Geländer landet und beim Warten auf sein Kommando ungeduldig hin und her läuft. Als er dann seine Flügel ausbreitet und über uns hinweg in den Himmel aufbricht – kann ich mich nicht sattsehen an der Kulisse. Dem Vogel zieht vor dem Bodensee und den umgebenden Bergen seine Runden – immer verfolgt von gut 100 Zuschauern die geduldig auf seine Rückkehr warten.

Wir können uns nicht sattsehen am Ausblick hier oben. Und doch wird es immer voller – auch viele andere Bregenzer Gäste wollen sich den (Aus)Blick auf dem Pfänder nicht entgehen lassen. Wir jedoch machen uns hinunter ins Tal und zurück in die Hitze.

Trotz der hohen Temperaturen bekomme ich ein wenig Hunger. Im Goldenen Hirschen genieße ich eine kleine Portion Kässspätzle und ein paar andere Vorarlberger Köstlichkeiten.

Wasserspiele!

„Lass uns zum Bodensee gehen“ schlägt Anja vor. Wenige Minuten später laufen wir entlang der Seepromenade und hören auf der beeindruckenden Seebühne die Proben für das CRO-Konzert am Abend. „Nicht meine Musik!“ stell ich schnell fest und beschließe, mir doch lieber die Sommer-Sonne-Gute-Laune-Lieder am Treetbootverleih anzuhören.

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Wir treffen Jana und Christian und beschließen uns gemeinsam für eine Stunde ein Tretboot zu leihen. Immer abwechselnd schippern oder sonnen wir uns auf unserem Bötchen. Unter uns der Bodensee. Wir beobachten die anderen Segler, Tretbootfahrer und Schwimmer. Es ist spannend anzusehen, wer oder was sich an solch einem tollen Tag am Bodensee tummelt! Gut das wir uns noch schnell was zu trinken mitgenommen haben, mittlerweile ist das Thermometer auf 32 Grad gestiegen.

Kaffee und Kuchen auf dem Bodensee

Nach mehr sportlicher Aktivität ist uns an diesem warmen Tag nicht und so entschließen wir uns spontan für eine Rundfahrt in der Bregenzer Bucht.

Mit Klimaanlage im Schiff und Wind vom Bodensee schmeckt dann auch der Erdbeerkuchen und ein guter Schluck Eiskaffee. Viel zu schnell geht die Stunde an Bord vorbei und doch hat uns gerade diese Ruhepause gefehlt. Ich brauch noch ein paar Schuhe für das Jazzfestival am Abend. So kommt es, dass wir uns doch noch mal in das Getümmel und die Hitze der Stadt begeben und ein T-Shirt finden, aber keine Schuhe ;)

Abendprogramm in Bregenz

Von der Seebühne hallt das Konzert von CRO herüber – ein paar jugendliche Jubelschreie mischen sich dazwischen. Wir wollen auf ein Jazz-Konzert, welches regelmäßig im Sommer stattfindet.

Die Musik an diesem Abend ist für mich jedoch ein wenig befremdlich (ich würde es jetzt mal sehr experimentell nennen ;)), so dass ich die Ruhe am Bodensee bei Sonnenuntergang bevorzuge. Viel gegessen haben wir an diesem Abend nicht – aber das eine oder andere erfrischende Getränk hat den Weg in meinen Magen dann doch gefunden.

Was solch eine Hitze müde machen kann. Viel zu früh landen wir wieder im kühlen Hotelzimmer und fallen beide noch vor Mitternacht in einen tiefen Schlaf.

Einen Spaziergang durch die Oberstadt.

Es ist Sonntagmorgen. Unser Zug fährt kurz nach 12 Uhr und wir wollen uns vorher noch die Altstadt von Bregenz in der Oberstadt anschauen. Einen Abstecher in den Bereich rund um dem Martinsturm (den man auch besichtigen kann) ist dann auch das richtige für diese frühen Morgenstunden.

Außer einer Katze und ein paar wenigen Einheimischen begegnen wir niemanden. Ich bin verliebt in all die kleinen Details, die wir hier überall entdecken. Vor allem die Türen haben es mir angetan – denn die wirken oft so, als hätten sie schon den letzten 200 Jahren Wind und Wetter getrotzt.

Abschied nehmen…

Gut sechs Stunden Bahnfahrt erwarten uns. Das wir schlussendlich 8 Stunden unterwegs sind, wissen wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Und auch nicht, dass die Klimaanlage im Zug ausfällt. Wir nehmen Abschied von Bregenz – der perfekten Stadt für solch ein warmes Sommerwochenende!

Wichtige HinweiseAnreiseÜbernachtungsempfehlungWeitere Inspirationen
  • zahlreiche Informationen über Ausflugsziele und Events findet ihr auf der Seite von Bregenz Travel
  • Die Fahrt auf den Pfänder kostet aktuell (2018) für eine Berg- und Talfahrt 13,50 Euro für Erwachsene. Es gibt ein Kombiticket, falls ihr eine Bregenzrundfahrt mit dem Schiff machen wollt. Die Kombi kostet 19,90. Wenn ihr die Vorarlberger Freizeitkarte oder die V Card gekauft habt, könnt ihr einmalig „kostenlos“ nach oben und unten.
  • Die Rundfahrt mit dem Schiff in der Bregenzer Bucht dauert eine Stunde und kostet 11,90 Euro. Es empfiehlt sich vorab zu buchen – da gerade im Sommer sehr viel los ist auf den Schiffen.
  • Der Eintritt auf den Martinsturm kostet 3,50 Euro und ist von Mai bis Oktober möglich. Mit der V Card habt ihr kostenlosen Eintritt.
  • Seit 2015 Jahren gibt es die Adlerwarte leider nicht mehr. Den Alpenwildpark auf dem Pfänder könnt ihr aber dennoch kostenfrei besuchen.
  • Zu viert zahlt ihr für eine Stunde Treetbootfahren in Bregenz knapp 4,75 Euro pro Person (18 Euro pro Stunde pro Tretboot).
  • Monique hat sich in Vorarlberg mal umgeschaut.

Eine Anreise mit dem Zug nach Bregenz ist recht praktisch, der Bahnhof befindet sich recht zentral und fast alles ist fußläufig zu erreichen. Von Düsseldorf aus seid ihr in gut 6 Stunden (Umstieg in Ulm) in Bregenz. Mit dem Auto ist eine Anreise auch möglich, Parkplätze sind jedoch Mangelware und daher vergleichsweise teuer.

Wir haben sehr gut im Best Western Hotel Weißes Kreuz genächtigt. Das Hotel liegt recht zentral und ist auch vom Bahnhof recht gut zu erreichen. Die Zimmer waren bei den warmen Temperaturen sehr angenehm und auch das Frühstück empfehlenswert.

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Offenlegung: Wir wurden von Casino Urlaub Österreich und der Stadt Bregenz zu einem Wochenende mit Casino Besuch und Erlebnissen in der Stadt Bregenz eingeladen.

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Über den Blogger

Janett

Hallo, ich bin Janett, die Gründerin des Blogs Teilzeitreisender.de
Schon immer war ich ein sehr großer Fan von Kurzreisen. Neben einer Teilzeitstelle an der Uni Düsseldorf pflege und hege ich deshalb dieses Projekt - und habe dafür schon das eine oder andere Abenteuer erlebt. Mehr über mich erfahrt ihr unter der Rubrik "Persönliches"

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