Die schönsten Roadtrips in Europa

Auch wenn ich sehr gerne mit dem Zug unterwegs bin – ich bin ein ebenso großer Fan von schönen Landstraßen. Nachdem ich vor ein paar Wochen schöne Straßen in Deutschland vorgestellt habe will ich euch das Pendant aus Europa nicht vorenthalten. Wir verraten euch schöne Strecken und Roadtrips in Europa und lassen uns auch von Grenzen nicht aufhalten.

Ein Herbst-Roadtrip nach Island

Ja ich weiss – das Thema Island wurde schon auf zahlreichen Blogs ausgesprochen ausführlich behandelt. Und ja – eigentlich dürfte ich einen Roadtrip dort überhaupt nicht empfehlen – denn die Insel ist leider Gottes ziemlich überlaufen. Dementsprechend voll ist auch die größte Straße des Landes – die Ringstraße. Wer einmal um Island fahren will muss 1332 km in Kauf nehmen. Bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 80 km/h ist man hier schon einige Zeit unterwegs.

Wir waren insgesamt vier Tage unterwegs und haben dabei einige der wichtigsten Attraktionen entdecken können. Der Golden Circle ist zwar die meist besuchteste Region der Insel, aber tatsächlich auch sehr sehenswert. Vor allem der Geysir, die heißen Quelle, der See in einem Vulkankrater und auch die tektonischen Platten, die ihr hier entdecken könnt sind wirklich einmalig. Meine Empfehlung?

Sehr früh dran sein – vor allem an schönen Tagen bekommt ihr bei den bekanntesten Attraktionen kaum mehr einen Parkplatz. Entlang der Ringstraße werden euch immer wieder Wasserfälle, Wanderwege und Infos zu Attraktionen über den Weg laufen. Selbst der Vulkan der für Flugverkehrschaos gesorgt  hat, ist gut von der Straße aus sichtbar. Einen ausführlichen Artikel zu unserem Island Roadtrip hat Inka von Blickgewinkelt geschrieben und gibt dort auch hilfreiche Tipps! Auch ich habe ein bissl was zu Island geschrieben.

Eine Rundreise zu den schönsten Orten von Elba

Empfehlung von Kerstin

Eine Lieblingsstraße habe ich noch nicht, aber eine Empfehlung möchte ich Euch trotzdem geben: den Rundweg über die Insel Elba. Diese Mittelmeer-Insel gehört zum Toskanischen Archipel und liegt knapp zehn Kilometer vor der italienischen Küste und ist mit 224 km² die drittgrößte Insel Italiens.

Entlang der 147 km langen Küste führt eine Straße, die an jeder Stelle neue Ausblicke auf das Meer bietet die Schönheit der Insel bestaunen lässt. Nicht jede Kurve (und davon gibt es hier zahlreich) ist mit einem Hinweischild markiert und somit sollte man entweder die Strecke kennen, oder entsprechend langsam fahren. Auch wir haben nach ein paar Tagen über die Neuankömmlinge geschimpft, die mit der Autofähre jeden Tag aus Piombino anreisen und dann den Verkehr beeinträchtigen. Doch Vorsicht ist auf jeden Fall angebracht! Und man sollte die Augen offen halten. Denn auf Elba besteht die Pflicht, bevor man in eine Kurve geht, zu hupen, damit der Gegenverkehr Bescheid weiß. Das klappt auch sehr gut, ist nur gewöhnungsbedürftig.

Wer einige Zeit auf Elba verbringt sollte auf jeden Fall zur richtigen Zeit am richtigen Platz eine der Parkbuchten aufsuchen und den Sonnenuntergang genießen. Wir hatten an der Südseite zwischen Fetovaia und Pomonte das Glück.

Elba-Sonnenuntergang

Aber auch am Tage bietet diese Straße ein wundervollen und wechselhaften Anblick auf die Vegetation von Elba. Obwohl nicht sehr groß, ist diese im Osten ganz anders, als im Westen. Palmen und Kakteen gibt es überall zu sehen, doch je östlicher und südlicher man kommt, um so weiter verbreitet sind diese. Gerne könnt ihr dazu auch noch in unserem ausführliches Elba – Reisetagebuch stöbern.

Entspannt cruisen in Südschweden

Anfang  Mai ist in Südschweden noch nicht allzu viel los.  Die Natur erwacht langsam aus ihrem langen Winterschlaf und so manche Attraktion hat noch nicht ihre Pforten geöffnet. Dennoch war es für Monique und mich die perfekte Zeit für Roadtrip.

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Mit der Fähre ging es von Rostock nach Trelleborg, von dort aus mit dem eigenen Auto nach Malmö und nach einer kurzen Nacht anschließend nach Växjö (dort wo Ikea erfunden wurde). Durch Zufall entdeckten wir auf der ersten Etappe unseres Roadtrip durch Südschweden einen niedlichen Bauernhof in der Nähe von Ryd, auf dem wir eine Nacht verbrachten.

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Wir verliebten uns in einen kleinen Shop in Töftahult und verbrachten eine entspannte Nacht. Am nächsten Morgen entdeckten wir einen Autofriedhof im Sumpf von Kyrkö Mosse und entdeckten durch Zufall ein wirklich gutes Café. Ein wenig enttäuscht waren wir von den Glasbläsern in der Region – da haben wir uns ehrlich gesagt etwas mehr erwartet. Am Abend unserer zweiten Etappe in Südschweden hatten wir erneut Glück mit einer wirklich tollen Unterkunft – Bodelsons by the Sea.

Toftahult Bed & Breakfast

Am dritten Tag haben wir vor unserem Roadtrip noch einen Abstecher ans Meer gewagt. Um fünf Uhr morgens starteten wir um einen traumhaften Sonnenaufgang zu sehen. Auf der letzten Etappe an der Küste Südschwedens entdeckten wir den perfekten Sandstrand, genossen lecker Fisch, wanderten und ließen uns verzaubern von der Magie eines Steinkreises. Unser Tipp? Südschweden ist perfekt mit dem eigenen Auto und der Fähre zu bewältigen. Vielleicht sogar ein Camper?

Serpentinen auf La Gomera

Ihr liebt es Kurven zu fahren? Ihr wollt aber gleichzeitig ans Meer? Nun, dann empfehle ich euch eine Fahrt nach La Gomera. Diese kanarische Insel ist in gut 4 Stunden von Deutschland aus erreichbar, hat über das ganze Jahr stabile Temperaturen und bietet als alte Vulkaninsel eine ganz besondere Vegetation. Es gibt hier keinen Tunnel, wer von San Sebastian die Insel entdecken will, der muss über den „Berg“.

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Auch wenn es hoch oben manchmal nebelig ist, die Straßen auf La Gomera sind mit die schönsten die ich in meinem Leben erlebt habe. Nicht nur, weil sie oft genug Platz für zwei Autos bieten (ich bin so ein ängstlicher Fahrer) sondern weil es auch sehr viele Orte mit beeindruckenden Ausblicken gibt. Ob über oder unter den Nebelwolken – ein paar Tage auf der Insel werdet ihr so schnell nicht vergessen.

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In San Sebastian (dort legt die Fähre aus Teneriffa an) und auch am Flughafen gibt es Mietwagen – die ich euch für Reisen auf und über die Insel gut empfehlen kann. La Gomera ist keine Partyinsel, sondern eher für Naturverbundene und Wanderer. Im Valle gran Rey könnt ihr jedoch abends auch im Herbst eine ganz besondere Stimmung einfangen.

Noch mehr spannende Roadtrips für Europa gefällig?

Janett
Janett

Hallo, ich bin Janett, die Gründerin des Blogs Teilzeitreisender.de
Schon immer war ich ein sehr großer Fan von Kurzreisen. Neben einer Teilzeitstelle an der Uni Düsseldorf pflege und hege ich deshalb dieses Projekt - und habe dafür schon das eine oder andere Abenteuer erlebt.

Mehr über mich erfahrt ihr unter der Rubrik Persönliches

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