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Frankreich

Mein Roadtrip nach Le Mans – mit Toyota durch Frankreich (Köln – Nancy)

Was macht man, wenn man eigentlich nur so zum Spaß bei einem Preisausschreiben mitmacht und plötzlich eine Reise nach Frankreich gewinnt ? Man nimmt Urlaub und erlebt daraufhin das Abenteuer seines Lebens. Und dabei war ich doch eigentlich nur auf das Finale scharf…

Es begann an einem warmen Sommertag in Köln. Ich traf auf meine Wegbegleiter, die unterschiedlicher nicht sein konnten. Studenten, Motorsportfans, zwei Mädels – vier Jungs, die sich in den kommenden 6 Tagen häufig sehen würden. Sehr häufig!

Nach einer Nacht im Hotel ging es am frühen Morgen in die heiligen Hallen von Toyota Motorsport. Normalerweise hat man dort als „Normalo“ keinen Zutritt – umso spannender war es also für mich, all die erfolgreichen und weniger erfolgreichen Boliden einmal persönlich kennen zu lernen. Ehrfürchtig traute ich mich nicht, die Boliden zu berühren, stand doch alles so da, als wäre es gerade eben erst dort abgestellt.

In den heiligen Hallen von Toyota Motorsport
In den heiligen Hallen von Toyota Motorsport

Natürlich wurden wir nicht ohne eine Einweisung auf die Hybridwagen von Toyota und Lexus losgelassen. Eine Mappe mit der Route, wichtige Hinweise zu den Walky-Talkys und zum Internet – ein paar Hinweise zu möglichen Herausforderungen und schon standen wir vor den Autos. Warum es ausgerechnet auf der ersten Tour mir vorenthalten war, das größte Auto zu fahren, den Lexus RX Hybrid unterwegs – für mich nach meiner Testfahrt im BMW I8 keine neue, aber eine etwas andere Erfahrung. Ich als Lenkradbeißer hatte lange zu tun, bis ich für mich alles so eingestellt hatte. Gefühlt war dieses Auto zu groß für mich.

Köln - Nancy ROAD2LMS (3)
Ich am Steuer…

Ich wäre jedoch nicht ich, wenn ich nicht kurze Zeit später auf der Autobahn in Quasikolonne mit den anderen Hybridern von Toyota und Lexus unterwegs gewesen wäre. Und auch mit meiner Beifahrerin Marie Luise war ich schnell auf einer Wellenlänge. Wären wir uns den Spaß machten und ständig mit unserem Funkgeräten schauten, ob irgendwer in Reichweite ist, nebenbei über die kommende Reise schwelgten – vergingen die ersten 2 Stunden bis nach Trier wie im Flug.

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Trier

Eine kleine Herausforderung wurde dann das Parkhaus direkt in der Innenstadt, ich glaube die nachfolgenden Autofahrer habe ich nicht mit meiner Fahrweise begeistern können. 2 Stunden Zeit für Trier. Nicht genug, um sich die Sehenswürdigkeiten alle anzuschauen, für eine kurze Tour durch die Innenstadt jedoch ist diese Zeit vollkommen ausreichend.

Marie Luise übernimmt die nächste Etappe, so das ich mich aus dem Fenster lehnen kann. Immer wieder werfe ich einen Blick auf die Mosel, die an uns vorbeifließt. Irgendwo im Nirgendwo wechseln wir das Land. Plötzlich sind wir in Frankreich.

Es ist wie verhext, denn nicht nur am Himmel ziehen plötzlich Wolken auf, auch die Region verändert sich. Viele Industriegebiete säumen die Straßen – so habe ich mir Frankreich wahrlich nicht vorgestellt.

Knapp 3 Stunden nach unser Abreise aus Trier erreichen wir Nancy. Eine Stunde haben wir „Freizeit“ – doch ich schaffe es nur – mich in mein Bett zu legen und zu ruhen. Autofahren ist ja sooo anstrengend!

Gut jedoch, das ich mich an diesem Abend noch einmal in die Innenstadt gewagt habe. Nicht nur das typisch französische Essen im „Le boeuf dans la Rue“ (ich weiß immer noch nicht was ich da gegessen habe ;)) sondern auch die sommerliche Stimmung in den kleinen Gassen von Nancy verzaubern mich.

Vor allem in der Nacht finde ich rund um Place Stanislas im Zentrum von Nancy zahlreiche Motive, die mich gefangen nehmen. Ich merke kaum, wie sich die anderen schon ins Hotel begeben haben. Allein wandere ich noch ein wenig durch die Stadt, mache hier und da ein Foto, um zurück im Hotelzimmer in einen traumlosen Schlaf zu fallen.

Wichtige HinweiseTourempfehlung & RouteÜbernachtungsempfehlungWeitere Inspirationen
  • In Trier könnt ihr in 2 Stunden schon einiges anschauen. Ich empfehle einen Besuch der Porta Nigra sowie ein Zwischenstopp am Markt und am Dom. In Trier sind häufig auch Märkte im Zentrum der Stadt, so das ihr euch hier auch gut für den Rest der Strecke mit Obst und Getränken eindecken könnt.
  • Der Zwischenstop in Sierck le Bains ist nicht wirklich spektakulär. Hier könnt ihr einen kurzen Blick auf die Mosel werfen. Die Strecke von Trier nach Sierck ist sehr charmant an der Mosel gelegen und allein schon deshalb empfehlenswert.
  • Das Parkhaus am Hauptmarkt in Trier ist an einigen Stellen ziemlich eng, dafür liegt es zentral in der Innenstadt und bietet in nur 100 Metern Zugang zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten.
  • In Frankreich ist die Höchstgeschwindigkeit auf Autobahnen 130 km/h, auf Landstraßen 90. Bei Nässe liegt das Tempolimit bei 110 km/h auf Autobahnen. In Frankreich sind einige Autobahnen Mautflichtig. Es empfiehlt sich, vorab einen Chip dafür zu bestellen, um Stau zu umgehen.

Die Strecke zwischen Köln und Nancy ist gut 310 km. Es empfiehlt sich, Zwischenstopps einzulegen. Wir haben als Zwischenstopps Trier und Sierck le Bains (an der Deutsch-Französischen Grenze) gewählt.

Für die Strecke braucht ihr bei freier Fahrt rund 4,5 Stunden.

Das Hotel de Prélats in der Rue Saint Georges liegt sehr zentral und bietet in einem typisch französischen Ambiente kleine ruhige Räume mit Blick auf die Kathedrale. Das Frühstück ist klein, aber fein. In einem Innenhof wohnt man direkt gegenüber eines Wohnhauses und bekommt so auch etwas mit von der französischen Lebensart.

 

Über den Autoren

Janett

Hallo, ich bin die Gründerin des Blogs Teilzeitreisender.de
Schon immer war ich ein sehr großer Fan von Kurzreisen. Ich liebe kreative und verrückte Reisen, stehe auch auf Motorsport und Roadtrips. Als Experte in "Günstig in den Urlaub" kann ich sicherlich auch Tipps für eure nächste Reise geben!

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