Österreich

24 Stunden in Wien – die Klassiker

Opernball, Fiaker, Sissi und Sachertorte… Das waren so die Dinge, die ich von Wien kannte. Das diese Stadt in Österreich soviel mehr zu bieten hat  und was man so alles in knapp 24 Stunden Wien schaffen kann, verrate ich euch in „24 Stunden in Wien – die Klassiker“

Kutschfahrt am Stephansdom

Bevor ihr euch in eine der zahlreichen Kutschen am Stephansdom setzt, solltet ihr unbedingt einen Blick in den Dom selbst werfen. Das Kirchenhaus ist eine architektonische und handwerkliche Meisterleistung – ganz „Fitte“ können sogar einen Aufstieg wagen. Die beste Zeit für einen Besuch im Stephansdom ist frühmorgens (bevor die Geschäfte in der Innenstadt aufmachen).

Direkt neben dem Stephansdom stehen übrigens die berühmten Fiaker. Vor knapp 4 Jahren kostete eine Fahrt 65 Euro (1 Stunde), hier ist es jedoch egal, ob eine Person mitfährt oder vier. Die Preise sind überall gleich, und da immer eine Kutsche da ist, braucht ihr diese auch nicht wirklich vorbestellen. Auch hier empfiehlt es sich, eher nicht im Feierabendverkehr durch die Stadt zu kutschieren, sondern eher etwas früher aufzustehen.

fiaker

Der Kutscher ist für die kommende Stunde euer Fremdenführer, es lohnt sich also, im Löcher in den Bauch zu fragen. Vorbei an der spanischen Hofreitschule und der Hofburg, quer durch die wunderschöne Innenstadt mit ihren zahlreichen Kirchen und klassischen Gebäuden bekommt ihr auf entspannte Weise einen guten Blick auf die Sehenswürdigkeiten der Innenstadt. Zum Abschluss einer jeden Fahrt gibt es noch ein klassisches Foto in Kutsche mit Pferd.

Zeit für eine Wiener Melange und ein Stück Sachertorte

Zu jedem Wien-Besuch gehört ein Besuch in einem Wiener Kaffeehaus. Davon gibt es viele, die mehr oder weniger Touristisch sind. Sehr zu empfehlen aufgrund seines wirklich altehrwürdigen Charmes ist das Kaffee Sperl, doch auch in den Touristischen Kaffees kann man ein leckeres Stück Kuchen essen.

Kaffee Sperl

Nach einer Stunde Kaffeepause habt ihr jedoch genug Auszeit genossen, jetzt wird es künstlerisch

Auf den Spuren von Hundertwasser

Friedensreich Hundertwasser – einer der verrücktesten Architekten der Neuzeit – hat wahre Kunstwerke geschaffen. Eines seiner ersten Werke steht in Wien und ist für jedermann zumindest von Außen zu bestaunen.

Wien Hundertwasser

Das Haus ist leider nicht von innen zu besichtigen, wenn ihr Interesse an der Innenarchitektur habt, solltet ihr mal dem öffentlichen Klo im Infocenter einen Besuch abstatten. Das kostet zwar auch Eintritt (0,60 Ct) , gibt aber einen kurzen Einblick in die Gestaltung der Hundertwasser-Bäder. Wien hat neben dem bekannten Hunterwasserhaus noch das „Kunst Haus“ und das Gebäude der Stadtwerke, welche ebenfalls vom berühmten Architekten entworfen wurden.

Eine Runde über den Wiener Prater

Anschließend ging es für uns auf den Prater. Der Prater ist so etwas wie eine langfristig angelegte Kirmes-Gesellschaft, ihr habt hier Autoscooter, Riesenrad, Kettenkarusell (sogar das höchste der Welt), Schiessbuden und vieles mehr. Ein bekannter und häufig fotografierter Ort ist das Riesenrad, welches sich rechts neben dem Eingang befindet.

Der Eintritt ist hier mit knapp 8 Euro recht teuer, aber mit der Wien-Karte könnt ihr auch hier sparen. Wir haben auch ein Foto machen lassen, dieses kostete 8 Euro pro Foto, war uns den Spaß aber wert.

Auch bei Nacht ist der Prater ein echtes Highlight!

Leider fährt das Riesenrad nur eine Runde mit euch, da es aber sehr langsam geht, habt ihr ausreichend Zeit,um Wien und den Prater von oben zu bestaunen. Es sind nur vereinzelte Kabinen zur Massennutzung vorgesehen – die anderen werden für Candle Light und Co exklusiv vermietet.
Die Preise der anderen Sehenswürdigkeiten auf dem Jahrmarkt halten sich übrigens mit 2-4 Euro absolut im Rahmen. Nach einer Fahrt mit dem höchsten Kettenkarusell der Welt und einigen lustigen Fotos mit Figuren müssen wir jedoch schon weiter – schließlich wartet noch das Highlight in Wien auf uns.

Schloss Schönbrunn

Mit der U-Bahn seit ihr vom Zentrum in einer knappen viertel Stunde an der Sommerresidenz von Sissi und Franz. Nur noch über zwei Ampeln und schon gehts hinein in den großen Garten. Die Anlagen sind sauber, das „Grün“ sehr gepflegt und zahlreichen Pflanzen sind vor allem im Sommer zu bestaunen.

Schloss Schönbrunn

Falls ihr Zeit und Lust habt, könnt ihr entweder das Schloss, einen Irrgarten-Park oder den Wiener Zoo besuchen. Wir haben uns für den Irrgarten entschieden, hier gibt es mit der Wien-Karte nochmals Rabatt. Was von oben recht einfach aussieht, hat beim Durchlaufen seine Tücken.  Zuschauen von einer der Tribünen ist deshalb definitiv sehenswert.

Definitiv lohnenswert ist auch der Weg hinauf zur Gloriette, von dort hat man einen sehr schönen Ausblick auf Schloss Schönbrunn. Der Weg war schon ein wenig anstrengend, im Sommer sollte man hier ausreichend Getränke mit nehmen.

Abends auf dem Donauturm

Noch höher hinaus könnt ihr auf dem Donauturm. Vor allem in der blauen Stunde oder später könnt ihr von dort einen wirklich tollen Blick auf Wien, die Donau und das umliegende Wiener Land erhaschen.

Nicht erschrecken, der Donauturm ist an einigen Stellen schon ziemlich in „die Jahre gekommen“ – In Sachen Sicherheit ist aber alles Top. Auf der Aussichstplattform gibt es auch schmale Luken zum Fotografieren und für ganz Wahnsinnige auch eine Möglichkeit um mit dem Bungeeseil in die Tiefe zu stürzen.

Da der Turm etwas außerhalb ist, wird er gerade in der Nebensaison auch nicht so stark frequentiert. Die Fahrt hinauf kostet 13,50 als Kombiticket mit dem Riesenrad.

[mks_tabs nav=“horizontal“] [mks_tab_item title=“Wichtige Hinweise“]
  • Die klassische Vienna Card für 18,90 Euro (48h) lohnt sich nur bedingt, wir empfehlen, die etwas teurere Vienna Pass für 69 bzw. 82 Euro, mit dem man in alle wichtigen Sehenswürdigkeiten auch kostenlos hineinkommt. Beide könnt ihr am Flughafen an der Touristen-Information direkt an der Gepäckausgabe beziehen.
  • Wenn ihr irgendwo „Jugendbrause“ lest, das ist ein Sonderangebot für Jugendliche, nicht alkoholische Brausen zu einem günstigen Preis
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Der Flughafen Wien liegt außerhalb der Stadt und ist via Bus, Bahn (SBahn 7) oder CAT erreichbar. Bitte achtet bei der Umsteigeplanung darauf, das ihr bei bestimmten Airlines ca. 15 Minuten Fußweg bis zum Ausgang habt. Der Bus kostet ca. 6-8 Euro, braucht jedoch schon mal ne Stunde oder länger. CAT fährt schneller, ist aber teurer.

Es empfiehlt sich nicht, mit dem Auto nach Wien zu fahren, da Parkplätze Mangelware und daher sehr teuer sind. Ebenfalls Empfehlenswert: Bahn.
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Wien hat für jeden Geldbeutel etwas zur Verfügung, zentral in der Stadt bekommt ihr selten ein Hotel unter 100 Euro. Am Westbahnhof und in den Außenbezirken gibt es dann zahlreiche Hostels und günstige Unterkünfte.

Empfehlen kann ich euch definitiv die folgenden Hotels: Sofitel Vienna Stephansdom, 25hours Designhotel Wien und das Hotel am Konzerthaus. Wenn ihr weitere Hotelempfehlungen haben wollt, so bietet sich ein Blick in die beiden Berichte „Wien als Geschenkidee“ und „Wien für Businessreisende“ an. [/mks_tab_item] [mks_tab_item title=“Interessante Berichte“]

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Janett

Hallo, ich bin Janett, die Gründerin des Blogs Teilzeitreisender.de
Schon immer war ich ein sehr großer Fan von Kurzreisen. Neben einer Teilzeitstelle an der Uni Düsseldorf pflege und hege ich deshalb dieses Projekt - und habe dafür schon das eine oder andere Abenteuer erlebt. Mehr über mich erfahrt ihr unter der Rubrik "Persönliches"