Deutschland

Meine Lieblingsorte: Großstädte in Deutschland

Für die Reihe „Meine Lieblingsstadt“ habe ich mir hier tatsächlich eine Mammutaufgabe angetan. Denn eigentlich haben fast alle deutschen Städte etwas tolles und spannendes an sich. In diesem Artikel konzentriert sich alles auf alle Städte mit mehr als 500000 – und davon haben wir in Deutschland 14 Stück. Ich stell euch alle großen Großstädte in diesem Artikel vor und verrate euch meinen Geheimtipp.

Berlin

Unsere Hauptstadt ist gerade einmal 900 Jahre alt. Mittlerweile hat sich das dicke B oben an der Spree zur größten Stadt Deutschlands gemausert – wer In und Hip sein will, der lebt in Berlin oder ist gerade auf dem Weg dorthin. 2030 sollen 4 Millionen dort leben – vielleicht ist dann auch der Berliner Flughafen fertig.

Berlin als Reiseziel ist für Jung und Alt lohnenswert – neben einer wirklich umfangreichen Museumskultur und viel Spannendem zum Thema „Deutsch-Deutsche-Teilung“ gibt es in Berlin gleich zwei Zoos und gleich nebenan eine wunderschöne Seenlandschaft zu entdecken. Geschäfte werden hier gemacht – auch ich fahre jedes Jahr im März auf die große Tourimusmesse ITB.

Mein Geheimtipp für Berlin: Schon mal was von den „Talking Statues“ gehört? Sieben davon gibt es in Berlin, sie werden unter anderem von Gregor Gysi und Sandra Maischberger besprochen. Auch für James Bond Fans gibt es eine Überraschung. Mehr Informationen und die „Karte“ könnt ihr euch hier herunterladen.

Mehr Lesestoff zu Berlin

Hamburg

Ja Hamburg. Ich bin schon ein wenig verliebt in dich. Das liegt wohl an dem vielen Wasser, an deinen Bewohnern und an deinen Kontrasten. Du kannst zum einen ziemlich etepetete sein, zeigt aber auch deine wilde Seite in St. Pauli und auf der Schanze. Das macht dich so spannend. Ganz nebenbei hast du einen wunderschönen Park in deinem Zentrum – Planten en Bloomen, kannst mit Fähren aufwarten, die ich mit einem ganz normalen Tagesticket nutzen kann und du hast die halbe Welt in Miniaturformat in einem einzigen Gebäude versteckt. Deine alten Tunnel sind mir die liebsten. Soll ich weitererzählen?

Mein Geheimtipp für Hamburg: In Hamburg kenn ich einige Ecken, an denen es spannende und nicht allzu bekannte Dinge zu erleben gibt. Wusstet ihr, das Hamburg mehr Brücken als Venedig hat? Ich habe eine Kanaltour mit dem Paddelboot gemacht und das Ganze mit Sushi auf der Außenalster abgerundet. Mehr erfahrt ihr hier.

Inspirationen für Hamburg gefällig?

München

Für knapp ein halbes Jahr war ich in München angestellt. Und ich habe auch schon die eine oder andere Dienstreise in die bayrische Metropole gemacht. Die Universitätsmensa habe ich vor Jahren mal besucht – und auch den einen oder anderen Spaziergang durch die Straßen der Stadt durfte ich schon erleben. Meist jedoch ohne Kamera. München ist bekannt für sein Oktoberfest und für das Hofbräuhaus. Lustigerweise habe ich nur ein einziges Foto, das der Glyptothek bei Nacht. Deshalb kann ich so viel aus München gar nicht berichten.

Geheimtipp für München: Der alte Flughafen von München ist heute ein Wohngebiet mit Einkaufszentren und Hotels. Wenn man ganz genau hinschaut sieht man jedoch noch Teile der Landebahn und einige Gebäude. Bei meinem Besuch hat es ziemlich geregnet – ein Spaziergang ist jedoch noch mal angedacht.

Unsere Artikel zu München

Frankfurt am Main

Das Finanzzentrum der Stadt wird allgemein auch „Mainhattan“ genannt und ja, ein wenig erinnert es an New York. Wolkenkratzer gibt es in der Stadt mit dem größten Flughafen Deutschlands jede Menge – aber nichtsdestotrotz ist Frankfurt am Main nicht nur für Businessreisende ein spannender Standort. In Sachsenhausen – dem Ausgehviertel der Stadt hab ich schon den einen oder anderen Cocktail getrunken und unsere Autoren Milena und Andreas, die im Dunstkreis von Frankfurt leben, geben nicht auf uns die besonderen Orte in und um die hessische Metropole zu zeigen.

Unser Geheimtipp für Frankfurt am Main: Im Sheraton am Flughafen gibt es regelmäßig coole Cocktailkurse, die ein spannendes Abendprogramm für Frankfurter und Gäste bieten.

Lest hier mehr über Frankfurt am Main.

Köln

In nicht mal einer halben Stunde bin ich in Köln. Die größte Stadt in NRW hat jedoch nicht nur Rhein und Dom zu bieten. Viele bunte Stadtteile wie das belgische Viertel und Ehrenfeld, verschiedene Events wie Karneval und Christopher Street Day lassen Köln zu einer besonders offenen und toleranten Stadt werden. Ich mag vor allem Kölns Rheinpromenade, seine zahlreichen kleinen und großen Parks, die Streetart und das vielfältige Kulinarische Angebot. Vor allem das Frühstück im Törtchen Törtchen und das Eis von der Eisdealerin.

Unser Geheimtipp für Köln: Im Februar könnt ihr in Köln in ein wahres Blumenmeer tauchen. In der Flora könnt ihr von Januar bis April Deutschlands größte Kamelienausstellung im Subtropenschauhaus kostenlos besuchen. Auch außerhalb der Wintermonate ist das Gewächshaus einen Besuch wert!

Unsere Köln – Blogpost´s findet ihr hier.

Stuttgart

Vor einigen Jahren hatte ich mal ein Bewerbungsgespräch in Stuttgart. Aus der Stelle wurde damals nichts und dennoch habe ich festgestellt, das Stuttgart nicht nur eine riesige Baustelle am Bahnhof und ein Problem mit schlechter Luft hat. Stuttgart ist echt nett. Die Einkaufspromenade, das neue Schloss, aber auch das viele „Grün“ der Stadt und die südländischen Temperaturen, die hier bis spät in den Oktober herrschen, lassen mich schon seit Jahren einen Besuch in der Metropole einplanen. Schon allein um unserer Autorin Monique mal einen Besuch abzustatten. Oder eine Bootsfahrt auf dem Neckar zu machen.

Mein Geheimtipp für Stuttgart: Im Jugendstil Anfang des 20ten Jahrhunderts erbaut ist die Markthalle in der Dorotheenstrasse auch heute ein wirklich sehenswertes Gebäude der Stadt. Nicht nur an Schlechtwettertagen könnt ihr euch hier an den Ständen der Einzelhändler durch verschiedene „Länder“ probieren, sondern ganz nebenbei auf Schatzsuche gehen. Lohnenswert ist auch eine Führung, die regelmäßig angeboten wird.

Unsere Artikel über Stuttgart

Düsseldorf

Bin ich nicht auf Reisen für diesen Blog oder verlebe meine Wochenenden bei meinem liebsten in Köln oder in Dormagen, dann zieht es mich nach Köln. Dort arbeite ich 4 Tage die Woche und erlebe auch abseits der Universität das eine oder andere Abenteuer. Düsseldorf wird ja von vielen als „Schicki Micki Stadt“ verschrien, aber das ist sie in meinen Augen so gar nicht. Abseits der Kö ist die Hauptstadt von NRW recht „bodenständig“ und nicht umsonst die Wiege des deutschen Punks. Wer hier mit offenen Augen durch die Stadtteile Flingern und Bilk geht, wird viel entdecken, was er in Düsseldorf nicht für möglich gehalten hätte. Einschließlich richtig guter Restaurants. Ach ja – und ein japanisches Viertel gibt es hier auch noch – falls ihr kein Geld habt, gleich bis nach Japan zu fliegen.

Mein Geheimtipp für Düsseldorf: Ich habe einige Orte, die ich euch gerne vorstellen würde. Doch wenn ihr schon mal in Düsseldorf sein, dann empfehle ich euch die Suche nach den Säulenheiligen von Christian Pöggler machen. Davon befinden sich insgesamt 10 Stück in Düsseldorf. Direkt am Bahnhof entdeckt hier schon den ersten auf einer Litfaßsäule. Ich habe auch noch nicht alle entdeckt. Das jedoch ist mein nächstes großes Düsseldorf – Projekt.

Die Düsseldorf Artikel auf Teilzeitreisender.de

Dortmund

Weiter geht es in NRW. Wir machen einen Abstecher ins Ruhrgebiet. Dortmund ist vielen vielleicht am ehesten durch den Fußball ein Begriff. Und doch kann die größte Stadt des Potts so viel mehr. Das Dortmunder U (im Bild) war früher ein Gär und Lagerkeller der Dortmunder Union Brauerei. Vor einigen Jahren wurde das Hochhaus komplett umgebaut und wird seitdem als Museum, Event Ort und Party Location genutzt. Nur wenige Gehminuten vom Bahnhof entfernt solltet ihr unbedingt mal vorbeischauen. Gleich neben dem Bahnhof ist das Deutsche Fußballmuseum. Und ja – Dortmund hat auch in Sachen Industriekultur einiges zu bieten. Die Kokerei Hansa ist nicht nur zur Extraschicht spannend.

Mein Geheimtipp für Dortmund: Wer Bahngeschichte genauso liebt wie ich, sollte dem Bahnhof Mooskamp einen Besuch abstatten. Dort könnt ihr eine Zeitreise mithilfe von Dortmunder Straßenfahrzeugen erleben. Alte Straßenbahnen und Busse sind hier ausgestellt, an einigen Tagen gibt es auch eine alte Bahn, welche die Strecke zur Kokerei Hansa (ca. 4 Kilometer) fährt.

Unsere Artikel aus Dortmund.

Essen

2017 war Essen die grüne Hauptstadt Europas. Und ich war gleich drei Mal in der Stadt im Pott. Ich habe eine Stadt entdeckt, die mir so gar nicht nach Pott aussah. Der Grugapark hat mich begeistert – ebenso wie das Baden im Baldeneysee, was seit 2017 nach mehreren Jahrzehnten wieder erlaubt ist. Essen ist für mich eine Stadt der Kontraste. Ich habe hier eine der letzten Loveparades erlebt, war in der Zeche Zollverein kulturell unterwegs und habe eine Mädels Tour mit Abstecher auf die Rü gemacht. Essen ist eher eine der weniger bekannten Städte aus dieser Vorstellung – definitiv jedoch eine Reise wert.

See in Essen

Mein Geheimtipp für Essen: Schon mal schwarzes Vanilleeis gegessen? In der Radmosphäre, einem netten Ausflugslokal entlang des Radschnellwegs RS1 – direkt am künstlich angelegten Niederfeldsee – könnt ihr ebendieses im Sommer probieren. Die Kulisse ist wunderbar – und nicht nur wegen Schwarzen Eis empfehlenswert.

Das lest ihr über Essen auf Teilzeitreisender.de

Leipzig

Als Kind war ich süchtig nach dem Leipziger Zoo. Den habe ich das letzte Mal vor gut 30 Jahren besucht. Leipzig ist für mich mitten in NRW schlichtweg zu weit weg. In den letzten Jahren waren es lediglich ein paar kurze Abstecher, mit der ich das Zentrum von Leipzig beehrte. Schön ist, dass es in der Stadtmitte und unweit des Bahnhofes wirklich viel zu sehen gibt. Auch ohne Straßenbahn könnt ihr viele Sehenswürdigkeiten sehr gut und einfach erreichen. Gleiches gilt für das Ausgehviertel der Stadt – das sogenannte Barfußgässchen. Ich bin ein großer Fan des Bahnhofes von Leipzig, den ich nicht nur wegen dem Einkaufszentrum im „Keller“ sehr mag.

Mein Geheimtipp für Leipzig: Bahnromantik könnt ihr im alten preußischen Wartesaal des Leipziger Bahnhofs erleben. Dort befindet sich ein Café und ein Buchladen – alles gespickt mit einer kleinen Zeitreise in die Epoche des Jugendstils. Wenn ihr am Bahnhof noch etwas Zeit habt und auf alte Loks steht, solltet ihr einen Abstecher zu Bahngleis 24 machen. Dort wird unter anderem eine Dampflokomotive und einige E-Loks ausgestellt.

Ihr wollt mehr über Leipzig lesen?

Bremen

Was war ich erstaunt, als ich in Riga die Bremer Stadtmusikanten entdeckt habe. Riga und Bremen haben eine Städtepartnerschaft. Und ja, ich kann einige Parallelen zwischen den beiden Städten erkennen. Bremen und auch Bremerhaven besuche ich alle zwei Jahre – und entdecke immer wieder was Neues. Vor allem das Bremer Rathaus, den Schnorr und das Universum find ich wirklich spannend. Und doch gibt es auch in Bremen Ecken, die ich gerne noch entdecken würde. Der U-Boot-Bunker oder Bremen als Luft und Raumfahrtstandort würde ich gerne noch erforschen.

Bremer Rathaus

Mein Geheimtipp für Bremen: Wusstet ihr, dass es in Bremen die Möglichkeit gibt, auf einem Schulschiff zu übernachten? In Vegesack liegt das Schulschiff Deutschland, welches nicht nur als Museum erlebbar ist. Als Eventlocation oder als Übernachtungsmöglichkeit erlebt ihr hier ein ganz besonderes Stück Bremen.

Das haben wir schon zu Bremen und Bremerhaven geschrieben.

Dresden

Dresden ist in jeder Jahreszeit einen Besuch wert. Die Elbe trennt die Neustadt und die Altstadt. Die Neustadt ist der ältere Teil – was ich zufällig bei einer Nachtwächterführung erfahren muss. Und auch so fasziniert mich die Neustadt ein wenig mehr. Obwohl es hier einige Bausünden gibt, so ist vor allem das Kneipenviertel in der äußeren Neustadt einen Besuch wert. Von einer russischen Wodka Bar, mehreren veganen Restaurants, spanischer, albanischer, italienischer Küche bis hin zu coolen kleinen Boutiquen, die am Rand des Viertels zu finden sind – ich war überrascht von so einem bunten Dresden. Und auch die Altstadt hat durch ein Semper Open Air ein klein wenig mein Herz erobert. Es ist einfach unglaublich toll, an einem milden Sommerabend ein Konzert mitzuerleben, nebenbei Street Food zu genießen und sich einfach auf den Boden vor der Semperoper gemütlich zu machen.

Mein Geheimtipp zu Dresden: Vollkommen überrascht war ich von meinem Ausflug zum Weißen Hirsch. Inmitten zahlreicher Villen, die „hoch oben“ über Dresden thronen, gibt es den Waldbiergarten „Konzertplatz Weißer Hirsch“, der im Sommer für einen schattigen Platz für das eine oder andere Pils sorgt und im Winter zu einem ganz besonderen Winterwonderland wird.

Lust auf mehr Inspirationen zu Dresden?

Hannover

Mein erstes Mal Hannover hatte ich im Jahr 2000 auf der Expo. Anschließend habe ich noch zahlreiche CEBIT – Besuche absolviert. Auf die Idee, mal wirklich einen Abstecher in die Stadt zu machen, kam ich ehrlich gesagt nicht. Asche auf mein Haupt, Hannover ist wirklich schön! Sehr grün, sehr vielfältig und vor allem mit einigen Überraschungen. Das neue Rathaus mit einem etwas anderen Aufzug, die Herrenhäuser Gärten oder aber auch der Maschsee habe mich wirklich begeistert. Werde ich noch mal in die Mitte Deutschlands fahren? Sicherlich!

Das neue Rathaus in Hannover

Mein Geheimtipp für Hannover: Wer in Hannover mit der U-Bahn unterwegs ist, sollte einen Stopp in der Station „Waterloo“ einplanen. Hier wird auf anschauliche Weise die Geschichte der Stadt erzählt.

Reiseartikel zu Hannover lest ihr hier.

Nürnberg

Die „kleinste“ der großen Großstädte ist Nürnberg. Und Nürnberg find ich irgendwie richtig niedlich. Zahlreiche Fachwerkhäuser, eine Burg, ein Spielzeugmuseum – ja wie soll es mir denn da anders gehen? Und doch reicht das Angebot der fränkischen Metropole gut und gerne aus, um ein spannendes Wochenende mit Ausflügen zu füllen. Ein Besuch auf der Kaiserburg, ein Abstecher in den Turm der Sinne, eine Stadtführung, als Schlechtwetteralternative eine Einkehr ins DB-Museum oder in die Nürnberger Unterwelten. Und kulinarisch solltet ihr euch natürlich unbedingt an den echten Nürnberger Rostbratwürsten probieren. Die sind auch für mich als bekennende Thüringer Rostbratwurst-Fanatikerin einen Versuch wert.

Unser Geheimtipp für Nürnberg: Wir hatten unglaublich viel Spaß im Turm der Sinne. Der befindet sich am Splittertorgraben und ist wohl vorrangig für Kinder gedacht. Aber auch wir als „Erwachsene“ hatten viel Spaß und haben auf vier Etagen alles Mögliche zu unseren Sinnesorganen gelernt. Selbst wie wir sie austricksen können.

Euch interessieren unsere Nürnberg – Berichte?

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Über den Blogger

Janett

Hallo, ich bin Janett, die Gründerin des Blogs Teilzeitreisender.de
Schon immer war ich ein sehr großer Fan von Kurzreisen. Neben einer Teilzeitstelle an der Uni Düsseldorf pflege und hege ich deshalb dieses Projekt - und habe dafür schon das eine oder andere Abenteuer erlebt. Mehr über mich erfahrt ihr unter der Rubrik "Persönliches"